Oberliga: Erstmals Pre-Play-offs

Die Derbys zwischen den Blue Devils Weiden (links Veit Holzmann, rechts Daniel Willaschek) und den Selber Wölfen werden auch in der kommenden Oberliga-Saison zu den Höhepunkten gehören. Bild: Gebert

Mit nur elf Teams und einem veränderten Modus startet die Oberliga Süd am Freitag in die Saison 2015/16. Es gibt keinen Absteiger und zum ersten Mal eine Pre-Play-off-Runde.

Weiden. (gb) Nach der Doppelrunde mit 44 Spieltagen sind die ersten Sechs direkt für die Play-offs qualifiziert, für den Tabellenelften ist die Saison beendet. Die Teams auf den Rängen sieben bis zehn bestreiten die Pre-Play-offs. Als Top-Favorit wird der EV Landshut gehandelt, als krassester Außenseiter gilt der EHV Schönheide.

Bayreuth Tigers

Der Vorjahres-4., der in der zweiten Play-off-Runde am späteren Meister und DEL2-Aufsteiger EHC Freiburg scheiterte, ist erneut ein heißer Kandidat für einen "Top-4"-Platz. Der größte Trumpf der Oberfranken ist eine über Jahre eingespielte Mannschaft, die zudem punktuell verstärkt wurde. Neben der "KGB"-Sturmreihe (der Slowake Ivan Kolozvary sowie die Ex-Weidener Andreas Geigenmüller und Michal Bartosch erzielten in der vergangenen Saison zusammen 251 Scorerpunkte) ragt im Team von Trainer Sergej Waßmiller vor allem Offensivverteidiger Jozef Potac (im Vorjahr 75 Punkte) heraus.

Deggendorfer SC

Im Vorjahr Achter, setzen sich die Niederbayern ein hohes Ziel: Sie wollen so lange wie möglich um Rang vier mitspielen. Die Mannschaft trägt die Handschrift von Trainer Jiri Otoupalik, der in der vergangenen Saison schon nach wenigen Spielen Klaus Feistl abgelöst hatte. Neuzugänge wie zum Beispiel der Tscheche Radek Hubacek oder die ehemaligen DEL2- Spieler Andreas Gawlik (Landshut) sowie Sergej und Alexander Janzen (Heilbronn) stellten schon in der Vorbereitung ihre Qualität unter Beweis.

EHC Klostersee

Die Grafinger sind mit ihrem eingespielten Team, das wie immer aus vielen einheimischen Spielern besteht, wie eigentlich jedes Jahr für eine Überraschung gut. Das Hauptziel war, die im Vorjahr fehlende Kadertiefe zu verbessern. Viel wird für Trainer Andzejs Mitkevics und seine Mannschaft davon abhängen, wie die Kontingentspieler einschlagen.

EV Landshut

DEL2-Lizenzentzug, Bangen um die wirtschaftliche Existenz, Neustart in der Oberliga Süd: Der niederbayerische Traditionsclub hat einen turbulenten Sommer hinter sich. Doch jetzt wird der Blick nach vorne gerichtet. "Wir werden alles daran setzen, dass wir dorthin kommen, wo wir hingehören: in die DEL2", formuliert Cheftrainer Toni Krinner den sofortigen Wiederaufstieg als Ziel.

EC Peiting

Nach Platz sechs im Vorjahr und dem Aus in der ersten Play-off-Runde will das Team von John Sicinski diesmal wieder unter die "Top 4". Um dieses Ziel zu erreichen, wurden mit Ty Morris (Landshut), Brad Miller (Sonthofen) und Justin Taylor (dritte schwedische Liga) namhafte Routiniers verpflichtet. Allerdings haben mit Topscorer Michael Baindl, Martin Guth oder Manfred Eichberger auch wichtige Spieler den Verein verlassen.

EV Regensburg

Beim letztjährigen Halbfinalisten gibt es eine entscheidende Frage: Können die in die DEL2 abgewanderten Topscorer David Stieler (149 Punkte) und Louke Oakley (131) adäquat ersetzt werden? Zudem hat Ex-Nationalspieler Petr Fical seine Karriere beendet. Das neue Ausländer-Duo bilden der US-Amerikaner Jeff Smith und der Tscheche Nikola Gajovsky. Nachdem Martin Cinibulk seine Laufbahn beendet hat, ist der ehemalige Weidener Thomas Ower die neue Nummer 1 in der Mannschaft von Coach Doug Irwin.

EHV Schönheide

Die große Unbekannte ist der von der Ost- in die Südliga gewechselte EHV Schönheide. Das Team aus dem Erzgebirge wird als krasser Außenseiter gehandelt und die Verantwortlichen stapeln auch selbst ziemlich tief: "Nur nicht Letzter werden und den Favoriten wie Landshut, Regensburg, Bayreuth oder Selb vielleicht das eine oder andere Bein zu stellen", lauten die Ziele.

Selber Wölfe

Vorrunden-Meister vor zwei Jahren, Zweiter der Hauptrunde in der vergangenen Saison - und auch heuer sind die Erwartungen in Oberfranken hoch. "Mindestens ins Play-off-Finale" will der aus Frankfurt nach Selb gewechselte Routinier Landon Gare. Er verstärkt ein eingespieltes Team, das weiter auf die Paradereihe Jared Mudryk (im Vorjahr 100 Punkte), Kyle Piwowarczyk (97) und Herbert Geisberger (65) bauen kann. An der Bande steht weiterhin Cory Holden - inzwischen seit 2009.

ERC Sonthofen

Der letztjährige Aufsteiger nennt als vorrangiges Ziel, sich in der Liga zu etablieren. Im Vorjahr setzten sich die Allgäuer in der ersten Play-down-Runde gegen die Blue Devils mit 3:2- Siegen durch. Neu im Team von Trainer Dave Rich ist unter anderem der Kanadier Craig Voakes, für den die vergangene Saison in Weiden schon nach neun Spielen wegen einer Gehirnerschütterung beendet war.

Tölzer Löwen

Bei den Tölzer Löwen steht wieder Axel Kammerer an der Bande, der schon von 2005 bis 2009 beim Traditionsverein tätig war. Sein Ziel ist, die Begeisterung in der Stadt wieder zu wecken und die Mannschaft kontinuierlich zu verbessern. Spektakulärster Neuzugang ist der DEL-erfahrene Goalie Markus Janka, der seit 2007 für die Straubing Tigers, den ERC Ingolstadt und die Schwenninger Wild Wings spielte.

Blue Devils Weiden

Nach zwei "Seuchen-Jahren" wollen die Blue Devils mit Trainer Markus Berwanger wieder in die Erfolgsspur. Die Mannschaft wurde mit acht Neuzugängen runderneuert und zeigte in den Testspielen gute Ansätze. Minimalziel ist ein Platz, der zur Teilnahme an den Pre-Play-offs berechtigt.
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