Oberlinder Mesner Helmut Braun feiert seinen 75. Geburtstag
Regisseur in der Sakristei

Am Donnerstag feierte Helmut Braun (links) 75. Geburtstag. Auf ihn und seine Ehefrau Margareta (Mitte) könnte Dekan Alexander Hösl in der Sakristei der Filialkirche St. Thomas nur schwer verzichten. In seiner stillen, ruhigen und bescheidenen Art verrichtet er seit fast 30 Jahren wichtige Dienste rund um das Gotteshaus. Bild: dob
Unzählige Male läutete Helmut Braun in Oberlind die Kirchturmglocken. Jetzt feierte der agile Senior 75. Geburtstag. Natürlich zählte Dekan Alexander Hösl mit zu den Gratulanten. "Bei ihnen läuft im Hintergrund alles wie am Schnürchen, und wenn ich zum Gottesdienst komme, ist alles parat", lobte der Geistliche, als er mit Gemeindereferentin Christine Hecht zur Gratulation vorbeikam und dem Jubilar eine Josefsfigur überreichte.

Für kaum jemand würde sich dieser Heilige besser eignen als für das Geburtstagskind. Braun sei die gute Seele in der Sakristei St. Thomas und ein Glücksfall für die Filialgemeinde. Was der Senior seit fast 30 Jahren in aller Ruhe und ohne viel Aufhebens für die katholische Pfarrgemeinde leiste, sei Gold wert.

Seine stets helfenden Hände sind unverzichtbar. Sauberkeit im Gotteshaus oder im Umfeld der Kirche ist ihm ein Herzensanliegen. Das Auflegen der Messgewänder, die Bereitstellung von Brot und Wein für die Eucharistie, Weihrauch und Kerzen, die Betreuung der Ministranten und die Sorge um andere liturgische Ausstattungen sind Selbstverständlichkeit und Routine für den Mesner aus Leidenschaft.

Für Braun ist der Mesnerdienst weit mehr als Ehrenamt. Er bestimmt sein Leben und das seiner Familie. Als er im März heuer eine neue Herzklappe brauchte und zusätzlich einen Bypass bekam, übernahm seine Ehefrau Margareta den Dienst und wurde dabei von Sohn Josef unterstützt. Nach vier Wochen führte Braun wieder selbst Regie in der Sakristei. Seit dem 28. Dezember 1963 ist der Jubilar mit Margareta, geborene Hösl aus Lerau, verheiratet. In der Professor-Schmucker-Straße bauten sich die beiden ein Haus, in dem sie ihre drei Kinder großzogen. Sechs Enkel gratulierten ihrem Opa zum Ehrentag.
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