Oberpfälzer Kegler einfach Spitze

Stolz präsentiert Kegler Karl-Peter Ebert nach seinem Erfolg bei der deutschen Meisterschaft seine Urkunde. Bild: mhk

Die Bahnen im badischen Weinheim waren alles andere als ideal. Aber das war den Oberpfälzern Karl-Peter Ebert und Markus Haberkorn egal. Sie landeten den großen Wurf.

Weinheim/Waldsassen. (mhk) Das Badische Weinheim war der Mittelpunkt für die Kegler aus der ganzen Republik. Die Breitensportkegler des Deutschen-Kegler-Bundes Classic (DKBC) ermittelten dort ihre deutschen Meister. Auf den 12 Bahnen wurden die Titelträger in den Disziplinen Paarlauf und im Einzel in den verschiedenen Altersklassen ermittelt. Mit dabei waren Karl-Peter Ebert und Markus Haberkorn von SKC Glück Auf Waldsassen.

Die Kegler trafen bei den Titelkämpfen auf der "launischen" und oftmals extrem schwergängigen Anlage auf eine starke Konkurrenz. Dennoch gelang zwei Oberpfälzern der große Wurf. Karl-Peter Ebert sicherte sich erstmals in seiner Kegellaufbahn den Titel bei einer deutschen Meisterschaft in der Seniorenklasse A. Zudem gelang Markus Haberkorn in der Herrenkonkurrenz der Sprung auf das Podium. Er kehrte mit der Bronze-Medaille zurück.

Die Kegler aus Waldsassen und Mitterteicher hatten sich bei den bayerischen Meisterschaften in Augsburg für die Einzelwettbewerbe in Viernheim qualifiziert. Da die Startreihenfolge bei den einzelnen Disziplinen über die Qualifikationsplätze der einzelnen Landesmeisterschaften ermittelt wurden, musste Markus Haberkorn der bei den bayerischen Titelkämpfen einen vierten Rang erreichte, bereits am Samstag starten. Er kegelte hervorragende 455 Holz, wobei bis dahin nicht klar war, was dies wert war. Doch im Laufe der Veranstaltung, konnten nur noch zwei von insgesamt 36 Startern aus den einzelnen Landesverbänden, diese Marke überbieten. Der von der VBFK (Vereinigung Bayerischer Freizeitkegler) für den Landesverband Bayern entsandte Haberkorn, erreichte damit einen hervorragenden dritten Rang.

Am Sonntag startete Karl-Peter Ebert in der Seniorenklasse Herren A. Er konnte in der Schlusspaarung starten, da er im Sommer die bayerischen Titelkämpfe in Augsburg gewonnen hatte. Einen Tag vorher hatte Gerhard Kern vom Landesverband Südbaden 477 Kegel vorgelegt.

Doch der Klosterstädter ließ sich nicht beeindrucken und legte gleich im ersten Durchgang furios los. Er kegelte vor begeistertem Publikum, nicht alltägliche 272 Kegel. Doch auch Ebert musste feststellen, dass die Bahnen sehr unterschiedlich liefen. So wurde es am Ende fast eine Zitterpartie, denn die folgenden 48 Wurf verliefen anders als erwartet. So musste er mit der vorletzten Kugel alle Neune räumen, um nochmals in die Vollen kegeln zu können. Unter enormem Druck schaffte Ebert dennoch das Kunststück und sicherte sich mit dem letzten Schub den Titel in Viernheim.

Auf den weiteren Plätzen folgten Gerhard Kern (Südbaden) und Thilo Rüger (470 Kegel) vom Landesverband Rheinland-Pfalz.
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