Objektiv und subjektive Gesundheitsversorgung

Objektiv und subjektiv: Der Unterschied spielte eine große Rolle, als Alexander Morton seine Analyse zur Gesundheitsvorsorge im westlichen Landkreis Neustadt /WN vorstellte. Der Senior Manager der Unternehmensberatung BDO aus Hamburg hatte bemerkt, dass sich objektive Zahlen und subjektive Wahrnehmung in der Region nicht decken.

Objektiv ist der westliche Landkreis gut, teils sogar überversorgt. Ausgenommen die Kinder- und Jugendpsychiatrie, gibt es überdurchschnittlich viele Ärzte pro Einwohner. Mit einem Durchschnittsalter von 54,1 Jahren sind die Ärzte nicht übermäßig alt, pro Kopf stehen genügend Krankenhausbetten bereit.

Gewinner der Schließung des Eschenbacher Krankenhauses ist Kemnath. Auch in Weiden stiegen die Fallzahlen deutlich. Der Zuwachs in Bayreuth, Pegnitz, Auerbach und anderen Krankenhäusern hält sich in Grenzen. Sind die Zahlen zu gut für eine Förderung? Bei einer Förderentscheidung spielen vor allem objektive Kriterien eine Rolle. Darauf wies Landrat Andreas Meier hin. Die subjektive Erfahrung nach der Schließung des Krankenhauses Eschenbach spiele kaum eine Rolle.

Morton entgegnete, dass sich künftige Engpässe abzeichnen. Die notfallmedizinische Versorgung sei derzeit gut, allerdings übernehmen diese "wenige Ärzte im höheren Berufsalter". Er setze darauf, dass auch solche Zukunftsperspektiven bei der Entscheidung eine Rolle spielen.
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