ÖDP-Bundesvorsitzende: Wachstumsideologie kommt teuer zu stehen - Kreisversammlung
Folgenreiche Lebenslüge

ÖDP-Bundesvorsitzende Gabriela Schimmer-Göresz (Mitte) genoss den Blick über Nabburg. Kreisvorsitzender Alfred Damm (rechts) und Arnold Kimmerl (links) hießen sie im Stern-Garten willkommen. Bild: rid
Nabburg. (rid) "Fairer Handel statt Freihandel". Gabriela Schimmer-Göresz wünscht sich einen Geld- und Warenaustausch, "der allen Menschen auf der Erde nützt und den Frieden sichert". Die Bundesvorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei widersprach bei der Kreisversammlung am Mittwoch im Biergarten "Zum Stern" den Argumenten der "lobbygesteuerten Industrie", Wachstum sei zur Sicherung des Wohlstandes und der Arbeitsplätze erforderlich.

Gabriela Schimmer-Göresz (62) wohnt in Osterberg im Landkreis Neu-Ulm und ist seit November 20 14 Bundesvorsitzende der ÖDP mit 6500 Mitgliedern, davon 4000 in Bayern. Nach der Katastrophe von Tschernobyl trat sie der Umweltpartei bei und wird seitdem nicht müde, das Umweltbewusstsein der Menschen zu schärfen. Wer ständig mehr Wachstum fordere, betreibe Raubbau an den Ressourcen, verursache ökologische Schäden und sorge für soziale Verwerfungen, so die Politikerin.

Hoher Preis

"Die Wachstumsideologie erweist sich als Lebenslüge". Für Gabriela Schimmer-Göresz wird sie die nachfolgenden Generationen teuer zu stehen kommen. Das Streben nach Wirtschaftswachstum werde zu Rohstoffmangel, extremen Wetterereignissen, Verlust des Wohlstandes und zur weiteren Verschuldung der armen Länder führen. Die Zahl der Wirtschaftsflüchtlinge werde deshalb steigen.

Kreisvorsitzender Alfred Damm und sein Stellvertreter Arnold Kimmerl zeichneten in der Versammlung Christa Scheuerer (Neunburg v. W.), Hannelore Lanzl (Pfreimd), Rita Zollbrecht (Fensterbach) und Marianne Wagner (Nabburg) für 25-jährige Treue zur ÖDP aus.
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