Ökumenischer Einklang

Katholischer und evangelischer Kirchenchor sangen gemeinsam "Großer Gott, wir loben dich".

Wie bekommt man eine Kirche voll und die Besucher dann auch noch dazu, ein Lied wirklich schön zu singen? In Kohlberg ist das ganz einfach.

Am Ende einer gelungenen Serenade lasse man den katholischen Kirchenchor die erste Strophe des Liedes "Großer Gott, wir loben dich" singen. Dazu kommt beim zweiten Vers der evangelische Kirchenchor, und schon lieferten bei der dritten Strophe die Konzertgäste nochmals unterstützt und verstärkt durch den evangelischen Posaunenchor eine Leistung ab, von der viele Pfarrer und Kirchenmusiker ein Leben lang wohl nur träumen können.

Eröffnet wurde die Serenade in der katholischen Kirche vom Posaunenchor mit "Welcome" von Reinhold Schelter. Der katholische Kirchenchor unter Maria Müller folgte mit "Seele Christi" aus der Michaelsmesse von A. Tobias, wobei die Strophen von einer Solistengruppe und der Refrain vom ganzen Chor abwechselnd und sicher intoniert wurden.

Dudelsack trifft Bläser

Nach einer Gavotte von Matthew Camidge, schnell und tänzerisch von den Bläsern vorgetragen, sang der evangelische Kirchenchor unter Pfarrer Martin Valeske "Zeit ist Gnade" von Margret Birkenfeld. Es folgte der Auftritt von Roland Jezussek mit dem Dudelsack: Begleitet von "The Rose Of Kelvingrove" und "Highland Cathedral", die gemeinsam mit dem Posaunenchor erklangen, zeigte er mit "She Moves Through The Fair" und "The Rebel Piper" wie man dieses Instrument spielt. Als zweite Solistin sang sich Anja Knöbl mit dem "Hallelujah" von Leonard Cohen in die Herzen der Zuhörer. Dass auch Posaunenchor-Anfänger "Little Stars" sein können, demonstrierten sie gemeinsam mit den erwachsenen Bläsern mit dem gleichnamigen Titel von Ray Sacks. Ein weiterer Höhepunkt des Posaunenchors war ein mitreißender Auszug aus der Ouvertüre zur Oper "Wilhelm Tell". Noch einmal untermauerte Anja Knöbl mit "The Rose" von Amanda McBroom ihre Gesangskunst.

Bei dem neuen geistlichen Lied "Ich sitze oder stehe" arbeitete der Posaunenchor gut den vom Komponisten Klaus Heizmann gewollten Kontrast zwischen Strophen, wo der Liedtext vom Leben eines Menschen ohne Gott handelt, und Refrain, wo Gott den Menschen von allen Seiten umgibt, heraus. Ebenfalls ein neues geistliches Lied sang der evangelische Kirchenchor danach: "Die Gott lieben, werden sein wie die Sonne" von Peter Strauch. Die Serenade moderierte der Dirigent des Posaunenchors Markus Sparrer, der mit "Highland Cathedral" gemeinsam mit Roland Jezussek und den Bläsern noch eine Zugabe geben musste, bevor die Zuhörer für die Erdbebenopfer in Nepal spendeten und unter den Klängen von "Amazing Grace" des Dudelsacks zum gemütlichen Teil in das neue katholische Gemeindezentrum wechselten.
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