Ökumenisches Frauendinner mit deftiger Jäger-Pfanne und Gesprächen über Gott und die Welt
Erfrischung für Körper und Geist

Am üppig gedeckten Tisch genoss Pfarrerin Nicole Peter (Zweite von links) mit ihren Damen ein leckeres ökumenisches Mahl. Bild: gis
"Tu' deinem Leib etwas Gutes, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen." Das wusste Kirchenlehrerin Theresia von Avila schon im 15. Jahrhundert. Deshalb war das ökumenische Frauendinner wieder eine gelungene Kombination aus Denkanstößen, Gebeten, Liedern, hilfreichen Hinweisen für den Glauben, Reden über Gott und die Welt - und vielen kulinarischem Genüssen von der deftigen Jäger-Pfanne bis hin zum feinen Dessert. Auch Veganer kamen nicht zu kurz. Und alles serviert im liebevoll gestalteten herbstlichen Ambiente.

Elan und Erfahrung

"Mensch bleiben in einer schnellen Zeit". Mit viel Elan und sehr persönlichen Erfahrungen widmete sich Pfarrerin Nicole Peter - herzlich begrüßt von Pfarrerin Christine Schlör - diesem aktuellen Thema, das in Zeiten der Beschleunigung einen immer höheren Stellenwert bekommt. Und die Rednerin, Mutter von fünf Kindern im Alter von 5 bis 16 Jahren, die sich mit ihrem Ehemann eine Pfarrstelle teilt, weiß, wovon sie spricht. "Wir stopfen uns mit Infos voll, die wir gar nicht mehr einordnen können", sagt die Seelsorgerin. 1000 (Freizeit-)Möglichkeiten können zur Tretmühle werden, zu ungelebtem Leben führen. Das Menschsein bleibe oft auf der Strecke. "Schaffen Sie sich ganz bewusst Rückzugsmomente. Lassen Sie sich Zeit. Auch die Schnecke habe die Arche Noah rechtzeitig erreicht, gab die Referentin zu bedenken. Besser sein, perfekt zu sein, es allen recht machen zu wollen, treibe den Menschen an. "Aber muss das sein?"

Fernseher ausschalten

Konkrete Vorschläge waren, ganz bewusst den Alltag zu entrümpeln wie beispielsweise öfter den Fernseher auszuschalten. Das schaffe Freiräume für das Miteinander, für Natur und Kultur oder für das Joggen. "Da fließen die Gedanken", spricht Pfarrerin Peter aus eigener Erfahrung.

"Und ich brauche Stille, ich brauche Gott", bekannte Nicole Peter. Er habe uns nicht nur zum Beten erschaffen, sondern auch zum Handeln, aber nicht dazu, atemlos durch die Gegend zu hetzen. "Schneckenhaus Zeit" und "Einfach die Welt anhalten" waren die Bücher betitelt, mit denen Ilse Hauschild vom Organisationsteam der evangelischen Kirchengemeinde Warmensteinach/Fichtelberg/Mehlmeisel der Referentin von Herzen dankte.
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