Ölscheich "Ali Ben Wulf"

Alaf und Helau, der Faschingszug verbindet Bechtsrieth und Trebsau. Beim 20. Gaudiwurm zogen am Dienstag Hunderte Narren mit den Wagen der Bechtsriether Vereine von Trebsau bis zum Bechtsriether Rathaus.

Bechtsrieth. (fz) Organisiert wird der Faschingszug seit zwei Jahrzehnten von der SPD mit "Obernarr" Alfred Wulfänger. Ihm huldigten die Genossen mit ihrem ersten Faschingswagen, der auf Wulfängers Hobby "Heizölsammelbestellungen" ausgerichtet war. Man konnte direkt bei "Scheich Ali Ben Wulf" ordern und umging somit die Zwischenhändler. Als Referenz wurde sogar hochwertiges Sonnenblumenöl in Flaschen verteilt. Überhaupt war der SPD-Truck ein Gourmetwagen. Was da alles in die Menge flog, lässt sich nicht aufzählen. Krapfen, Hörnchen, Gummibären, ja sogar Spielsachen und Bücher waren dabei. Flüssiges gabs von Schnaps bis Hugo.

Der Turnverein hatte sein Gefährt mit dem Faschingsmotto "Helden der Kindheit geschmückt", die Feuerwehr und die Concordia verteilten von ihren bunten Wagen herab ebenfalls händeweise Bonbons und Freibier in Bechern.

Ein Farbtupfer war in den vergangenen Jahren der Wagen der Kolpingjugend Schirmitz mit aktuellen Themen. Für heuer musste man, weil einige Studierende Prüfungen haben, kürzer treten. Außerdem war man wohl von der Gemeinde finanziell angezapft worden. Wenigstens sagte das der Auftritt der Kolpingjugend aus. "Das neue Rathaus war zu teuer, drum reichts nicht für einen großen Wagen heuer." Ein kleines Leiterwagerl, gezogen von den jungen Leuten, war noch drin.

An die Öffentlichkeit ging auch das "Trebsauer Tierheim" mit seinem Wagen "Bitte helft uns, wir können nicht vermittelt werden", den Häschen, Katzen, ja sogar ein Tiger und ein Krokodil begleiteten. Gefeiert wurde innerhalb der großen Wagenburg am Buswendeplatz und anschließend weiter beim Kehraus der Feuerwehr in der Turnhalle.
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