Offene Tür lässt tief blicken

Bürgermeister Jürgen Kürzinger aus Kirchenthumbach (von links), Studiendirektor Uwe Sonnemann und Oberstudienrätin Eva Rauh absolvierten den Pepsi-Test.

Der Name greift fast zu kurz. Beim Tag der offenen Tür bewies Eschenbachs Wirtschaftsschule, dass sie ihren Schülern nicht nur Wissen zur Welt der Wirtschaft vermittelt. Die Schule präsentierte sich multithematisch.

Eine gelungene Sache: Schulleiter Thomas Reitmeier war mit dem Tag der offenen Tür an der Wirtschaftsschule (wir berichteten) zufrieden. Rund 600 Besucher informierten sich an 20 Stationen über die Angebote der Bildungseinrichtung.

Den Auftakt des fünfstündigen Geschehens machten Perkussionsgruppe und Schulband unter Leitung von Klaus Binner. Die Instrumentalisten zeigten, dass es an der Schule nicht nur um Zahlen und Bilanzen geht. Der Förderverein hatte sich den besten Platz für seinen Stand gewählt, an ihm mussten alle Besucher vorbei. Aber auch die anderen Stände waren gut besucht.

Polnische Suppe

Eltern und Schüler absolvierten etwa den "Pepsi-Test", der zeigte, wie Werbung Kaufentscheidungen beeinflusst. Vor allem sollte der Versuch zeigen, dass auch Marketing-Unterricht praxisnah ablaufen kann. Gleich nebenan erhielten die Besucher Informationen über die Kurse zu Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Einem Großraumbüro glichen die Arbeitsplätze der Übungsfirmen, an denen die Schüler Praxiserfahrungen für den künftigen Beruf sammeln.

Konflikten keine Chance

Konfliktlotsen stellten ihre Ausbildung, Aufgaben und Erfahrungen vor. Seit einigen Jahren arbeitet die Schule mit Bewohnern der Regens-Wagner-Stiftung Michelfeld zusammen. Die Jugendlichen setzen damit ein Zeichen gegen Diskriminierung. Sie zeigten die Ergebnisse kreativer Laubsägearbeit. Der Stand "Deutsch-Polnischer Schüleraustausch" stellte die Schulstadt Nowy Wisnicz sowie gemeinsame Projekte vor und lud zu einem Teller polnischer Barszcz, einer natursaueren Rote-Bete-Suppe, ein.

"Mensch und Umwelt" ist ein neues Fach an der Schule. Schüler der Ganztagsklasse erklärten, wie sich ein Bildschirmarbeitsplatz ergonomisch gestalten lässt. Den Lebenszyklus eines Mobiltelefons beleuchteten sie vom der Herstellung- bis zur Entsorgung. Die Mehrzweckhalle lockte die Besucher zu Line-Dance, Seilspringen, Trampolinaktionen und Sportakrobatik.

Beim Deutsch-Projekt "Mündliche Erörterung" befassten sich die Mädchen und Jungs mit dem Für und Wider von Hausaufgaben sowie der Videoüberwachung in der Schule. Eine Stellwand zeigte die Ergebnisse des Englisch-Unterrichts. Das Themas lautete: "How to behave in an national Park." Ein "Trip nach Schottland" war eine weitere Variante. Die Schüler hatten ein Programm auf die Beine zu stellen, das die Kultur und Traditionen des Landes näher bringt. Am Ende stand eine Powerpoint-Präsentation. Ein "American Cafe" rundete das Unterrichtsthema Englisch ab. Als GIs gekleidet Schülerinnen boten ein "typisches Breakfast" mit Brownies, Bagels und Hotdogs.

Wichtig waren der Schule auch Informationen zu Übertritt und Bildungsangebot. Basteln und Spiele, eine Tombola des Elternbeirats, Kaffee und Kuchen, Bratwürste und Getränke trugen zu einem runden Tag der offenen Tür bei.
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