Oft eine arge Schinderei

Gerhard Hausner befasste sich bei der Ausstellungseröffnung mit der Geschichte der Porzellanfabrik und ging auf die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg ein. Hausner wusste aber auch: "Porzelliner waren in Waldershof nicht allzu beliebt." Aus seiner eigenen Familie erzählte er, dass sie von keinem Waldershofer Bauern Milch bekommen habe. "Sie mussten bis nach Walbenreuth gehen, um Milch zu kaufen." Hausner: "Es war eine Abneigung zwischen den erzkatholischen einheimischen Waldershofern und den Porzellanarbeitern, die meist lutherisch waren, festzustellen." Die Arbeit in der Porzellanfabrik sei eine arge Schinderei gewesen, berichtete Hausner. Erleichterung hätten später Maschinen gebracht. Seine Familie sei 330 Jahre "in Porzellan tätig gewesen"; Hausner selbst war 48 Jahre Porzelliner. Das Ende der Waldershofer Porzellanfabrik kam in den 90er Jahren. Und das, obwohl Waldershof das beste Betriebsergebnis aller drei Rosenthal-Standorte gehabt habe. "395 Menschen verloren ihren Arbeitsplatz." (kro)
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