Ohne Angst in die Derbys

Markus Berwanger kennt die Derby-Bilanz der Blue Devils in der vergangenen Saison. "Ich kann zwar keine Siege versprechen. Aber ich verspreche, dass die Mannschaft wie in bisher jeder Partie bis zum Umfallen kämpfen wird", sagt der Trainer der Blue Devils vor den Duellen gegen den EV Regensburg und bei den Bayreuth Tigers.

Weiden. (gb) Zwölf Spiele bestritten die Blue Devils im Vorjahr gegen die Nachbarrivalen Regensburg, Bayreuth und Selb - alle gingen verloren. Nun kommt es in zwei Fällen zur Neuauflage: Am Freitag um 20 Uhr gastiert der EV Regensburg in der Hans-Schröpf-Arena, am Sonntag um 18 Uhr treten die Weidener in Bayreuth an. "Wir sind nicht chancenlos und haben auch keine Angst. Aber es muss viel stimmen, um erfolgreich zu sein", blickt Markus Berwanger den Derbys entgegen.

Ohne Pöpel und Willaschek

Der Devils-Coach zählt beide Gegner zu den "Top-Favoriten in einer starken Oberliga Süd". Auf diesem hohen Level sei unermüdlicher Einsatz nötig, aber man brauche auch das nötige Glück wie zuletzt beim 5:2-Auswärtscoup gegen die mit zwei DEL2-Blöcken besetzten Landshuter. Gegen Regensburg und Bayreuth setzt Berwanger auf Kampf, disziplinierte Defensivarbeit und optimale Chancenverwertung. Was die Defensive betrifft, treten die Blue Devils aber nicht ohne Sorgen an. An einen Einsatz von Marius Pöpel (Gehirnerschütterung und Nackenprellung) sowie Daniel Willaschek (Fingerbruch) ist nicht zu denken. Zudem plagte sich Ludwig Synowiec diese Woche mit einer Mandelentzündung herum. "Er muss auf die Zähne beißen, sonst wird es richtig eng", weiß Berwanger, der wieder mit Thomas Schreier in der Abwehr plant. Die Sturmreihen bleiben gegenüber dem Landshut-Match unverändert, im Tor steht Fabian Hönkhaus.

Der zuletzt spielfreie EV Regensburg ist mit drei Siegen optimal in die Saison gestartet. Der Abgang der Topscorer David Stieler und Louke Oakley wurde offenbar gut kompensiert. Der Tscheche Nikola Gajowsky hat bereits 10, der US-Amerikaner Jeff Smith 7 Punkte auf dem Konto. Auffällig ist aber, dass die Domstädter nicht mehr von einer Top-Reihe abhängig sind. "Sie sind ausgeglichen besetzt und werden vielleicht sogar mit vier Sturmreihen spielen", vermutet Berwanger.

Die Bayreuth Tigers kassierten zum Auftakt eine 1:2-Heimpleite gegen Deggendorf, sind aber mit den Siegen gegen Klostersee und in Sonthofen schnell in der Erfolgsspur zurückgekehrt. Aufpassen müssen die Devils vor allem auf die Paradereihe mit dem Slowaken Ivan Kolozvary sowie den Ex-Weidenern Andreas Geigenmüller und Michal Bartosch. Nicht zu vergessen Top-Verteidiger Jozef Potac, der nicht nur im Powerplay für enormen Druck von der blauen Linie sorgt. Berwanger rechnet von Beginn an mit einem stürmischen Gegner, aber er verspricht: "Wir sind bereit für einen großen Kampf!"

Aufgebot Blue Devils: Hönkhaus, Huber - Herbst, Schreier, Turnwald, Ketterer, Salinger, Synowiec, Florian Zellner - Wiecki, Jirik, Ortolf, Wal-dowsky, Jurak, Vaskovic, Siller, Kirchberger, Holzmann, Schopper
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