Ohne Druck ins Derby

Johannes Ziereis (Mitte) von der HSG Nabburg-Schwarzenfeld beim Wurf: Im Derby in Amberg kann die HSG eigentlich befreit aufspielen, der Gegner steht aber richtig unter Druck. Bild: bwr

Vor der Saison waren eigentlich andere Vorzeichen vor dem Oberpfalzderby erwartet worden: Die HSG Nabburg-Schwarzenfeld als Aufsteiger hinten in der BOL, Ex-Landesligist HG Amberg vorne. Gekommen ist es ganz anders.

Nabburg. (kum) Am Samstag steigt in Amberg das Oberpfalzderby "HG gegen HSG" - ein Klassiker mit unerwarteten Vorzeichen: Die eben erst aufgestiegene HSG hat sich in der Bezirksoberliga schnell einen Abstand zu den Abstiegsrängen erarbeitet und möchte den bei Möglichkeit gerne halten. Die HG befindet sich - wider Erwarten - mittendrin im Existenzkampf der BOL. "Die Amberger Mannschaft ist in einem Umbruch, hat aber immer noch einige wichtige Routiniers aus Landesligazeiten in ihren Reihen. Allen voran Tobi Hirsch, der immer noch zu den besten Spielern der Liga zählt", beschreibt HSG-Coach Daniel Kessler die sicher schwere Aufgabe, die auf sein junges Team zukommt: "Speziell in Amberg vor deren aggressiven Fans müssen wir vor allem eines: Ruhe bewahren!"

Aufgrund der aktuellen Situation ist eine topmotivierte Amberger Mannschaft zu erwarten. Die HSG hat gegen Forchheim zwei unterschiedliche Gesichter gezeigt: In der ersten Halbzeit hektisch und daher zu fehleranfällig. Mit so einem auftritt dürfte die HG in Amberg keine Chance haben. In der zweiten Hälfte wurde viel Kampfgeist gezeigt, gab es klarere Aktionen. "Auch im zweiten Durchgang waren noch in paar Fehler zu viel im Spiel, aber mit der Einstellung können wir auch in Amberg dagegenhalten und ein spannendes Derby bieten", hofft Kessler auf eine Trotzreaktion seines Teams auf die unnötige Niederlage gegen die Franken vergangene Woche.

Mit insgesamt vier Langzeitverletzten sind die Vorzeichen sicher nicht ideal für den HSG-Trainer. Sollte sein Team aber gut ins Spiel kommen, hätte man mit fortschreitender Spieldauer einen psychologischen Vorteil. Zudem steht die HSG nicht so sehr unter Druck wie der Gegner, der zum Siegen verdammt ist.

HSG: Strejc, Jun Yeh - Blödt, Eichinger, Held, Kiener, Schanderl, Schießl, Spiller, Zeißner, Ziereis
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