Ohne Windkraft-Zone

Die Stadt Nabburg hält keine Flächen für den Bau von Windrädern bereit. Einen Vorschlag, den Dritte Bürgermeisterin Heidi Eckl (ÖDP) gemacht hatte, lehnte der Stadtrat mit knapper Mehrheit ab.

Nabburg. (am) Der Landkreis betrieb in den vergangenen drei Jahren ein aufwendiges Verfahren, um den Bau von Windkraftanlagen im Naturpark Oberpfälzer Wald zu ermöglichen. Die Kommunen konnten Gebiete innerhalb des Geltungsbereichs der Naturparkverordnung melden, auf denen sie Windräder gerne zulassen würden. Der Kreis legte daraufhin Zonen fest, die für die Nutzung der Windenergie freigegeben werden. Schließlich räumte er den Städten und Gemeinden die Gelegenheit ein, bis zum 31. Oktober weitere Flächen nachzumelden, die für eine Eignung geprüft werden sollten.

Mit diesem Thema befasste sich am Dienstagabend der Stadtrat. Dritte Bürgermeisterin und ÖDP-Kreisrätin Heidi Eckl lenkte den Blick auf drei Grundstücke am Darlesberg an der Gemeindegrenze zu Schwarzach, die sich als Wald im Eigentum der Bürgerspitalstiftung befinden. Sie dachte dabei nicht an eine konkrete Planung, wollte aber den Weg zu einem Anlagenbau in der Zukunft offen halten.

Nur kurze Diskussion

Während einer nur kurzen Diskussion erinnerte CSU-Stadtrat Frank Zeitler daran, dass die Stadt Nabburg die Suche nach geeigneten Windkraft-Standorten zunächst dem regionalen Planungsverband überlassen hatte - und dabei seien keine Grundstücke gefunden worden. Dabei solle man es jetzt belassen und auch im Sinne des Tourismus keine Lockerungen im Naturparkgebiet anstreben.

Altbürgermeister und Freie-Wähler-Kreisrat Josef Fischer (ABU) erkundigte sich nach der Einstufung der genannten Flächen im Windatlas und ihrer Eignung nach der landesweit geltenden 10H-Regelung. Von Bürgermeister Armin Schärtl und der Verwaltung erfuhr er, dass die Windhöffigkeit dort an die Grenzen der Wirtschaftlichkeit stoße und die geforderten Abstände zur nächsten Wohnbebauung nicht einzuhalten wären.

Mit 11:10-Stimmen lehnte der Stadtrat schließlich Eckls Vorschlag ab. Die Mehrheit bildeten die Fraktionen der CSU und der ABU sowie Teile der ÜPW.
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