Ort attraktiver

Unter den wachsamen Augen der Waldthurner Markträte (rechts) zerschnitten Erwin Ruidisch, Johann Vetterl, Werner Kumschier, Bürgermeister Josef Beimler, Karsten Hessing und Dr. Michael Troidl (von links) nach dem kirchlichen Segen das Band und übergaben die Gemeindeverbindungsstraße offiziell ihrer Bestimmung. Bild: fla

Volle Kraft voraus, heißt es nicht nur bei der Marine, sondern auch im Dorferneuerungsprogramm. Die erste Maßnahme ist unter Dach und Fach. Die neue Gemeindeverbindungsstraße Frankenrieth-Remmelberg wurde offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

"Wege sind die Verbindungen zum Menschen", begann Bürgermeister Josef Beimler seine Rede. Straßen seien nicht nur wichtig für die Infrastruktur eines Ortes, sie erhöhten auch die Attraktivität einer Gemeinde - sie seien die Lebensader jeder Gemeinde. Kleine Ortschaften wie Waldthurn könnten sich solche Straßenbaumaßnahmen nicht leisten. Deshalb sei die Entscheidung richtig gewesen, die Dorferneuerung in Anspruch zu nehmen.

Zur Übergabe waren auch Karsten Hessing, Peter Loistl und Günter Mrosinski vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Tirschenreuth sowie vom Verband für Ländliche Entwicklung ( VLE) Regensburg Johann Vetterl und Erwin Ruidisch gekommen. Außerdem hatten sich Dr. Michael Troidl (Ortsvorsitzender), Regine Weig und Johann Weig von der Teilnehmergemeinschaft Waldthurn 3 sowie die Markträte Maria Greim, Hubert Stahl, Alois Weig, Georg Wittmann, Georg Stahl und Michael Steiner eingefunden. Von den Firmen waren Bauleiter Ermer (Fa. Hartinger, Tännesberg) und Werner Kumschier (Firma Huber, Rötz) präsent. Ein Danke ging an die Bauhofmitarbeiter, die die vorbereitenden Arbeiten durchgeführt hatten. Besonders erfreut zeigte sich Beimler über die Anwesenheit seines Bürgermeister-Kollegen Miroslav Rauch von der Partnerstadt Hostau .

Pfarrer Marek Baron übernahm die Segnung. "Alle Menschen, die diese Straße benutzen, sollen sich dem Segen Gottes anvertrauen", so Baron. Jesus sei der entscheidende Weg unseres Lebens. "Machen wir uns jeden Tag neu auf den Weg", forderte er die Anwesenden auf.

"Waldthurner Modell"

Karsten Hessing (ALE) erklärte Details. Ziel sei es gewesen, den Ort zu unterstützen. Die Gemeindeverbindungsstraße sollte an die heutigen Verkehrsbedingungen angepasst werden. Dies sei gut umgesetzt worden, so dass alle zufrieden sein könnten. "Hervorheben möchte ich die Zu- und Vorarbeiten durch die Teilnehmergemeinschaft und den Bauhof", betonte Hessing. Die Straße sei nach dem "Waldthurner Modell" gebaut worden, merkte er augenzwinkernd an. Durch diese besondere Art des Wegebaus sei sie kostentechnisch günstiger. Die Baufirmen fanden demnach alles optimal vorbereitet vor. Zusätzlich könne nun eine Streuobstwiese angelegt werden. Sein Dank galt allen Beteiligten, vor allem für den reibungslosen Ablauf: "Ehrlich gesagt, habe ich nichts anderes erwartet."

Johann Vetterl (VLE) schloss sich den Worten an. Er schilderte den gesamten Ablauf und erläuterte die technischen Daten. "Beimler nimmt uns durch diverse Vorarbeiten viel Arbeit ab", merkte Vetterl an - dies spare natürlich auch Kosten ein. So würden bei dieser Maßnahme die Ausschreibungskosten nicht erreicht.

Für die Firma Huber, Rötz, sprach Werner Kumschier. Er bedankte sich für das Vertrauen und die unkomplizierte Zusammenarbeit. "Wenn in Waldthurn ein Straßenbauprojekt ansteht, ist Bürgermeister Beimler immer vor Ort dabei", erzählte Kumschier. Außerdem sei er der einzige Bürgermeister, den er kenne, der einen Straßenfertiger selber fahre. Kumschiers Dank galt ebenfalls den Anwohnern, die viel Geduld aufbrachten.

Zum Schluss sagte Ortsvorsitzender Dr. Troidl: "Wir sind alle stolz auf das gelungene Werk. Mit dieser Maßnahme wurde nicht nur eine Gemeindeverbindungsstraße saniert - es wurden ebenso die Ortsdurchfahrt neu gestaltet und mehr als 100 Hektar landwirtschaftliche Fläche straßenmäßig erschlossen. Dies ist gerade im Hinblick auf den Strukturwandel in der Landwirtschaft sehr wichtig", so Troidl. Abschließend nahm er alle mit zum gemütlichen Beisammen sein in "Surrer's Radlhütte".
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