Ortsmitte lädt zur Rast

Zur Weihe des Info-Points mit Rastplatz und Trinkbrunnen in der Ortsmitte (Kirchplatz) am Pittersberg versammelten sich (von links) die Ministranten, Ruhestandsgeistlicher Josef Fromm, 3. Bürgermeister Erich Meidinger und Conny Gilch sowie (neben der Brunnensäule, von links) Veronika Schmalzl von der Leader-Geschäftsstelle, Joachim Hering von der Geschäftsstelle Schwandorf des Oberpfälzer Seenwegs, Gemeindechef Josef Gilch, Susanne Pospiech, Kapellmeister Sepp Lobenhofer, Altbürgermeister Albert Gruber,

Zwei Wochen nach der Einweihung des Kräutergartens hat Pittersberg noch eine weitere Attraktion zu bieten: Die Ortsmitte bietet Bürgern und Gästen nun einen "Info-Point" mit Rastplatz und Trinkbrunnen.

Ermöglicht haben diese neue Mitte die Gemeinde Ebermannsdorf, das Leader-Programm der EU in Verbindung mit dem neuen Oberpfälzer Seenweg. 2. Bürgermeister Michael Götz dankte bei der Einweihung am Sonntag allen Beteiligten aus Gemeinde, Amt für ländliche Entwicklung, der Leader-Geschäftsstelle des Landkreises, aber auch dem Planer, Landschaftsarchitekt Siegfried Lösch, der ausführenden Firma Schmaußer aus Hohenkemnath und der Kirchenverwaltung.

Götz sprach von einer kulturell-gastlichen Aufwertung der Ortsmitte von Pittersberg mit seinen rund 430 Einwohnern. Dabei richtete er den Blick auch auf den hier vorbeiführenden Oberpfälzer Seenweg, der für Tourismus, Gäste und Bürger "Gold wert" sei. "Erst im Lauf der Zeit werden wir alle miteinander den Info-Point mit Rastplatz und Trinkbrunnen zu schätzen lernen", meinte er. Der Oberpfälzer Seenweg verbinde den mittelalterlichen Erzweg im Westen mit dem Qualitätswanderweg Goldsteig im Osten.

Ein Festgottesdienst in der Nikolauskirche ging der Weihe voraus. Beides umrahmte die Jugendblaskapelle St. Konrad Ebermannsdorf unter der Leitung von Sepp Lobenhofer.

Wasser als Symbol

Pfarrer Josef Fromm sprach in seiner Predigt vom Segen als wichtigem christlichen Merkmal. "Wir alle wachsen, wenn uns Gott segnet", betonte Fromm. Segnen heiße auf lateinisch signare. Mit der Weihe wollten die Erbauer des Projekts ein Zeichen setzen. Der Brunnen mit seinem Wasser sei ein Zeichen des Lebens für Mensch und Tier, machte der Seelsorger deutlich - man denke nur an die Dürregebiete der Erde. Wasser habe aber auch heilende Kraft: Laut Pfarrer Kneipp sei es nicht nur als Lebensmittel ein Segen. Der Pittersberg sei aufgrund seiner Höhe von jeher ein Rastplatz gewesen, sei es als mittelalterliche Verbindung von Paris und Prag oder auf der früher durch und heute am Ort vorbeiführende B 85. Für alle Gäste gelte: "Halt inne, nutze die Rast."

Lange Suche beendet

Bürgermeister Josef Gilch freute sich über das gemeinsame Projekt von Gemeinde und Leader-Förderung für die Bürger - nach dem Motto "Was lange währt, wird endlich gut". Lange schon sei der Pittersberg als Quellenberg schlechthin (auf der Westseite der Höhe entspringen etliche Quellen) auf der Suche nach einem Dorfbrunnen gewesen. Dank Leader und einer EU-Förderung von 60 Prozent, rund 38 000 Euro, sei dies jetzt möglich geworden.
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