Oswald Geldner (85) ist ein prima Handwerker
Holzwurm hat's drauf

Bürgermeister Winfried Franz (rechts) gratulierte Oswald Geldner, hier umringt von seinen vier Töchtern, zum 85. Geburtstag. Bild: aja
"Unser Vater hat uns nicht gesagt, wie man leben soll. Er lebt und lässt uns zuschauen, wie er das macht." Die vier Töchter und vier Enkel blicken voller Stolz zu ihrem Vater und Opa Oswald Geldner auf und gratulierten ihm zum 85. Geburtstag. Zu Tränen gerührt, berichtete der Jubilar von seinem Leben. Als 16-Jähriger wurde er aus dem Sudetenland vertrieben. "Das war 1946, im selben Jahr sind meine Mutter und meine Großmutter verstorben. Ein harter Schlag", erzählte der Ossi.

"Holzwurm" - diesen Kosenamen gab ihm eine Tochter, weil er so ein guter Handwerker ist. Der gelernte Schreiner übte diesen Beruf zehn Jahre lang aus. Danach arbeitete er bei der Firma Diehl in Nürnberg als Pressier im Metallbau. Bis heute pflegt er den Kontakt zu seinen damaligen Kollegen und Vorgesetzten. Alle paar Monate treffen sie sich zum Stammtisch. 1952 heiratete er seine Christa, "eine Seele von Mensch", die mit Ossi zusammen über 40 Jahre beim Roten Kreuz aktiv war. Aufopferungsvoll leitete sie auch den Obst- und Gartenbauverein, stets unterstützt von ihrem Mann. Für Bürgermeister Winfried Franz ist Oswald Geldner der "Wertstoffhof-Pionier schlechthin". Ende der 80er-Jahre führte er als Rentner den Wertstoffhof-Betrieb in der ersten Generation.

Nachbarschaftshilfe ist für den Jubilar etwas Selbstverständliches, er packt an, wo er nur kann. Seit 1960 lebt er in seinem Eigenheim und ist am Gemeindeleben interessiert. Egal ob Fußball, Gartenbauverein oder Musik - er wird von den Neukirchnern als Kumpel-Typ beschrieben.
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