OTH-Studierende übersetzen Verhältnis zu Maschinen in die Sprache der Kunst
Menschlichkeit nur imitiert

Mensch oder Maschine? Oder beides? Die Ausstellung im Kulturschloss Theuern fasst ein interessantes Spannungsfeld ins Auge. Bild: hfz
Technik und Programme werden immer perfekter konfiguriert. Sie imitieren Menschlichkeit und Vernunft. Damit wird eine tiefliegende Angst bei uns angesprochen: Was ist, wenn wir selbst nur sprechende Maschinen sind? "Maschinenmensch/Menschmaschine" war das Thema, das Studierende im Fach Medienkunst des Masterstudiengangs Medientechnik und -produktion der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden (Fakultät Elektrotechnik, Medien und Informatik) gestellt wurde. Die Ergebnisse der Studienarbeiten sind nun von Donnerstag, 12. November, bis Samstag, 14. November, im Kulturschloss Theuern zu sehen.

Die Kontrolle verloren?

Wie fiktional ist der Cyberspace? In welchem Spannungsverhältnis stehe ich zum Computer, zum realen und virtuellen Raum? Gibt es noch einen Unterschied zwischen Produktion und Rezeption? Gibt es eine binäre Ordnung jenseits des Menschen? Ist der virtuelle Raum eine Lebenswelt, in die wir mehr und mehr eintauchen und die möglicherweise nicht nur unsere materielle Umwelt grundlegend verändern wird, sondern auch zu einem Umbau des Menschen führen kann? Was geschieht mit Kunst, wenn sie ins Netz geht? Verlieren wir dann die Kontrolle? Diese Fragen haben sich die Studierenden gestellt und in Medienkunst übersetzt.

Das Fach Medienkunst wird seit dem Wintersemester 2014/15 an der OTH Amberg-Weiden angeboten. Betreut wird es gemeinsam von den Professoren Diplom-Designer Karlheinz Müller und Dr. Dieter Meiller. Im vergangenen Jahr wurden zum ersten Mal die Ergebnisse der Studierenden der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie hatten sich mit dem Thema "Im Herzen Europas/Europa im Herzen?" auseinandergesetzt.
Weitere Beiträge zu den Themen: Theuern (1141)November 2015 (9608)
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