Panzer und buntes Nachtleben

Die Reisegruppe machte an den Landungsbrücken einen kurzen Stopp, um ein gemeinsames Erinnerungsfoto zu schießen. Bild: rn

Zu einem Kontrastprogramm wurde die Jahresfahrt der Krieger- und Soldatenkameradschaften. Nach Weltstadt-, Hafen- und Musicalatmosphäre bot sich ein Blick auf ein Jahrhundert deutsche Panzertruppe.

Erstmals in der Geschichte seiner Vereinsausflüge startete der Kreisverband zu einer Dreitagefahrt, die die Teilnehmer an die Waterkant nach Hamburg führte. Trotz regnerischen Wetters herrschte im Bus beste Stimmung. Viele der Reiseteilnehmer kannten sich von früheren Ausflugsfahrten. Rege Gespräche und Gedankenaustausch ließen die lange Anreise kurzweilig werden. Dazu trug auch die Bordverpflegung bei. Am Abend waren "Erkundungsspähtrupps" im Hamburger Nachtleben unterwegs.

Stadtführer Thomas Wiebusch begrüßte die Gäste aus Bayern und machte sie, gespickt mit humorvollen Beiträgen, zwei Stunden lang mit Vergangenheit und Gegenwart der Hansestadt vertraut. Von den Villenvierteln der Außenalster führte die kurzweilige Busfahrt zum legendären Hotel Atlantic, den Tenniscourts am Rothenbaum, zum Hafen mit all seinen Attraktivitäten und dem Weltkulturerbe Speicherstadt über die Reeperbahn bis zum einstigen dänischen Städtchen Altona und dem Endziel Landungsbrücken.

Hier begann eine einstündige Tour mit den Stationen Anlegestellen der Kreuzfahrtschiffe, Containerumschlagplatz, Hafenstraße und Elbtunnel. Der Abend gehörte den Musicalfreunden. Es lockten "König der Löwen", "Das Wunder von Bern" und "Liebe stirbt nie".

Während der Heimfahrt stand als letztes Schmankerl die Panzertruppenschule Munster auf dem Programm. In ihr wurden bei einigen Reiseteilnehmern Erinnerungen an ihre Dienstzeit bei der Bundeswehr wach. Reiseleiter Peter Lehr und Kreisvorsitzender Richard Hofmann hatten das Panzermuseum zum Ziel erkoren. Mit zwei fachkundigen Führern begann eine Zeitreise durch 95 Jahre Panzergeschichte, gegliedert in verschiedene Zeitepochen. Das älteste der 150 Exponate war der A7V aus dem Ersten Weltkrieg.

Es folgten nahezu alle deutschen Panzerfahrzeuge des Zweiten Weltkriegs, allen voran der Königstiger in Nachbarschaft mit dem russischen T-34 und dem amerikanischen Sherman. Die weitere entwicklungstechnische Zeitreise führte vorbei an den Anfängen der Bundeswehr bis hin zu den modernsten Panzerfahrzeugen wie dem Leopard II, dem israelischen Markava und dem russischen T 72. Ergänzt wurden die Exponate durch modernste gepanzerte Fahrzeuge, die den deutschen Soldaten im Afghanistaneinsatz Schutz und Sicherheit gewährleisteten.

Lehr und Hofmann dankten nach der Rückkehr für die Teilnahme an der Reise, die dem Zusammenhalt und der Förderung der Kameradschaft im Verband dienen sollte.
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