Paramenten- und Fahnenstickerei im Kloster Michelfeld in veränderter und verkleinerter Form - ...
Entscheidung fiel "schweren Herzens"

Mit hochwertiger Arbeit und handwerklichem Geschick hatte sich die Paramentenstickerei des Klosters über regionale Grenzen hinweg einen Namen gemacht. Bild: hfz
"Wer uns Arbeit gibt, der gibt uns Brot": Unter diesem Motto gründete Regens Johann Ev. Wagner vor mehr als einem Jahrhundert eine Einrichtung für Menschen mit Behinderungen in Michelfeld und rief damit auch die Paramenten- und Fahnenstickerei ins Leben. Nun, nach über 130 Jahren, muss laut einer Pressemitteilung der Betrieb grundlegend verändert werden.

"Die Entscheidung ist allen Beteiligten sehr schwer gefallen", so Einrichtungsleiter Peter Miltenberger. Der traditionsreiche Betrieb im zweiten Stock des ehemaligen Benediktinerklosters soll in veränderter und verkleinerter Form innerhalb der Michelfelder Werkstätten fortgeführt werden. Diese Entscheidung hätten Stiftungsrat, Stiftungsvorstand und Gesamtleitung "schweren Herzens" getroffen. Diese Entwicklung betreffe nicht nur die Einrichtung für behinderte Menschen in Michelfeld, sondern auch die anderen Paramenten- und Fahnenstickereien im bayernweiten Regens-Wagner-Werk.

Mit der Eingliederung in die Michelfelder Werkstätten ab Januar könne zumindest ein Teil der bisherigen Leistungen weiter angeboten werden. Auch als Arbeitsgruppe für Menschen mit Behinderung könne die Stickerei weiterhin einen Arbeitsplatz bieten. Zahlreiche Schwestern der Dillinger Franziskanerinnen hatten den Betrieb seit 1885 mit Menschen mit Behinderung aufgebaut.

Mit qualitativ hochwertiger Arbeit und handwerklichem Geschick habe sich die Paramentenstickerei des Klosters einen Namen gemacht. Im kleineren Rahmen blieben einzelne Segmente in neuen Räumen erhalten: unter anderem die Automatenstickerei und Standarten, aber auch Änderungsarbeiten.
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