Paris.
Kurz notiert Grab eines keltischen Fürsten entdeckt

Bei Grabungen am Wormser Dom haben Archäologen einen "interessanten Fund" gemacht. Bild: dpa
(dpa) Archäologen haben östlich von Paris ein prächtiges Fürstengrab aus der älteren vorrömischen Eisenzeit entdeckt. Seit Oktober graben sie das monumentale Hügelgrab vom Anfang des fünften Jahrhunderts vor Christus aus, heißt es in einem Bericht des nationalen archäologischen Forschungsinstituts Inrap. Der bestattete Fürst und sein Streitwagen befänden sich im Zentrum einer großen Grabkammer, reichhaltige Grabbeigaben aus Bronze und Keramik bezeugten seine Zugehörigkeit zur Elite der Hallstattzeit.

Taufbecken vor Dom in Worms entdeckt

Worms.(KNA) Bei Grabungen vor dem Wormser Dom haben Archäologen Reste eines frühen christlichen Taufbeckens entdeckt. Der Fund der sogenannten Taufpiscina sei "eine kleine Sensation", sagte Dom-Probst Tobias Schäfer. Laut Archäologen handelt es sich dabei um die fünfte bekannte Taufpiscina im deutschsprachigen Raum. Weitere Taufanlagen dieser Art gebe es in Nieder-Ingelheim, Boppard, Köln und Trier. Die Anlage könne aus dem sechsten, siebten oder achten Jahrhundert stammen, eine genaue Datierung sei jedoch erst durch weitere archäologische Untersuchungen möglich. Die Überreste des Taufbeckens sollen nun in die Planung des neuen Hauses am Dom eingehen und so der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, wie das Bistum Mainz erklärte.

Betrugsvorwürfe in Pompeji

Neapel.(dpa) Die italienischen Behörden haben beim früheren Manager der historischen Ausgrabungsstätte Pompeji Güter im Wert von fast sechs Millionen Euro beschlagnahmt. Die Finanzpolizei stellte die Objekte bei Marcello Fiori sicher, der von 2008 bis 2010 als Kommissar für die antike Stadt verantwortlich war. Ihm werden Betrug und Veruntreuung von Geldern vorgeworfen. Seit einiger Zeit ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Ex-Manager und neun Verdächtige aus dem Kulturministerium und der Region Kampanien. Fiori wird vorgeworfen, bei der Renovierung eines Theaters in Pompeji archäologische Vorschriften missachtet und den Auftrag völlig überteuert und ohne Ausschreibung vergeben zu haben. Die Kosten für die Renovierung sollen explodiert sein.
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