Pariser Anschläge halten Touristen nicht vor Einreise in Ägypten ab
Urlauber abgebrühter als früher

Neustadt/WN.(esm) "Nach der schlimmen Sache in Paris hat keiner seinen Flug abgesagt", bilanziert die Inhaberin. Sie habe aber schon seit längerem bemerkt, dass der Trend wieder in Richtung Azoren und Kanaren gehe. Darin sehe sie allerdings nur eine "kleine Krise", die hoffentlich wieder vorbeigehe.

Für die Kunden des Weidener Reiseunternehmens Thomas Cook ist Ägypten als Urlaubsort ebenfalls nicht mehr so beliebt. "Sie sind vorsichtiger. Vor allem, seit bekannt ist, dass eine Bombe Schuld an dem Flugzeugabsturz ist", hat Mitarbeiterin Angela Voith erkannt. "Ein "heißes Pflaster" sei die Halbinsel Sinai aber schon länger. Wegen der Anschläge in Paris verzichte aber niemand auf einen gebuchten Urlaub. Flüge nach Hurghada beispielsweise werden nicht storniert. Sie habe sowieso das Gefühl, dass die Leute "abgebrühter" und härter seien als früher. "Schließlich ist heute gar nichts mehr sicher."

Die vorsichtige Haltung gegenüber der Insel bestätigt auch das Reisebüro Stowasser Touristik in Altenstadt. "Die meisten wollen lieber nach Scharm el Scheich oder Hurghada", weiß Büroleiterin Sabrina Streblau. Besonders viele Buchungen für Ägypten lägen schon seit einiger Zeit nicht mehr vor. Und das nicht erst seit der Teilreisewarnung des Auswärtigen Amtes.. Die Kunden des Parksteiner Reiseunternehmens "nix-wie-weg.de" sind hin- und hergerissen. "Manche wollen noch Flüge buchen, andere sind seit der Teilreisewarnung vorsichtiger", informierte Mitarbeiterin Isabelle Schmidt.

Aber auch Reiseveranstalter hegen Zweifel gegenüber Ägypten. "Nach dem schrecklichen Vorfall in Paris haben einige Anbieter Flüge nach Scharm el Scheich gestrichen." Nach Hurghada dagegen fliegen Airlines bisher noch normal aus.
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