Parkplatz statt Minigolf

Raser und ein Parkplatzproblem machten die Immenreuther in der Badstraße aus. Zumindest bei den Pkw-Stellflächen kündigte Rathauschef Heinz Lorenz in der Bürgerversammlung Besserung an. Die alte Minigolfanlage beim Naturerlebnisbad soll für Parkflächen weichen.

Immenreuth. (kr) Die für die Badesaison angeordnete Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 Kilometer pro Stunde in einem Teilabschnitt der Badstraße sollte aufrecht erhalten bleiben, bat ein Anwohner im Sportheim. Es werde zu viel gerast und es komme immer wieder zu gefährlichen Situationen. Die Feuerwehr hatte sich dort ein beidseitiges Parkverbot gewünscht. Mit dem großen Feuerwehrauto sei bei schönem Wetter und großem Ansturm der Badegäste kein Durchkommen mehr, erklärte Kommandant Uwe Engelbrecht.

Die neue Parkplatzanlage werde in das Naturerlebnisbad integriert, erklärte Bürgermeister Heinz Lorenz. Sie könne ohne Eintrittskarte für das Naturerlebnisbad genutzt werden. Auch kündigte Lorenz für das kommende Jahr den Einbau einer Kinderrutsche im Flachbereich an, die die Initiative Schwimmbad Immenreuth (ISI) spendet.

Bei der Dorferneuerung steht nicht nur die Verbesserung der Parksituation beim Kindergarten an. Die Mühlwegbrücke über den Flötzbach bedarf der Sanierung. Die Kostenschätzung liegt hier bei 80 000 Euro. In Erwägung gezogen werde auch deren Neubau, weil die Sanierung den Durchlass verengen würde und es dadurch zu Problemen bei Hochwasser kommen könnte, berichtete Lorenz. Ein Neubau koste 120 000 Euro, halte 50 Jahre und müsste nicht nach 15 Jahren saniert werden.

30 000 Euro für Felsenkeller

Erhalten werden soll der zurzeit nicht genutzte Felsenkeller am "Beckenbergerl". Dieser sei einige Hundert Jahre alt, drei Meter breit und zehn Meter tief, informierte sein früherer Besitzer Konrad Merkl. Die Sanierungskosten gab der Bürgermeister mit 30 000 Euro an. Zugeparkt ist regelmäßig der Gehsteig in der Bahnhofstraße bei der Gaststätte "Zur alten Schmiede". Ein entsprechendes Hinweisschild auf Unterlassung wurde gefordert.

In Sachen Breitbandanbindung berichtete der Bürgermeister, dass das Gewerbegebiet Ost und die Kulmainer Straße nicht ausreichend versorgt sei. Überlegt werde, die weitere Erschließung im gesamten Gemeindebereich mit der Gemeinde Kirchenpingarten oder Mehlmeisel zu planen. Zwei kleine Schäden an Hausanschlüssen verursachten die Spülbohrungen zur Verlegung des Kabels von der Vollmerbrücke bis zum Umspannwerk für den Anschluss der Photovoltaikanlagen. Was noch ausstehe, sei die vereinbarte Asphaltierung des Kirchsteigs.

Als Schwerpunkt der kommenden Jahre nannte Lorenz die Erschließung des Baugebietes Steinäcker. Neben der nun laufenden Planung für den ersten Bauabschnitt wird dem zweiten, der sich an das Wohngebiet der Hoflohe anlehnt, Vorrang eingeräumt. Grunderwerb und eine Überplanung der 25 Bauplätze stünden an. Sechs Parzellen seien schon reserviert. Die Bausatzung soll optimiert werden, um alle Wünsche der Bauwilligen zu erfüllen. Lorenz dankte am Schluss den Vereinen sowie den Senioren- und Jugendbeauftragten für deren Arbeit. "Wenn sie nicht wären, hätten wir ein riesiges Problem."

Auf viel Schnee hoffen die Verantwortlichen nach dem Totalausfall im Vorjahr. Der Förderverein des Tannenberglifts stehe in den Startlöchern und werde im Dezember seinen Funpark aufbauen, kündigte Vorsitzender Ludwig Melzner an.
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