Partner zum Wohl der Wälder

Sehr gut besucht war die Mitgliederversammlung der Waldbesitzervereinigung. Bild: kro

Der Wald sei für die Bürger etwas besonderes, sagte Forstbetriebs-Chef Gerhard Schneider jetzt bei der Waldbesitzervereinigung. Bei Auffälligkeiten reagiere die Bevölkerung empfindlich.

7600 Festmeter hat die Waldbesitzervereinigung Waldsassen-Neualbenreuth vergangenes Jahr vermarktet. Darauf hat Carina Lober in der Mitgliederversammlung im Gasthaus Eckstein hingewiesen. Es seien Aufräumarbeiten erledigt und in Schachten und Maiersreuth zwei Wege aufbereitet worden. Bei Wiederaufforstungen und Anpflanzungen gebe es interessante Fördermöglichkeiten. Aktuell gehörten dem Verband 223 Mitglieder an, sagte Vorsitzender Georg Hart. Auch er verwies auf neue Förderrichtlinien bei der Wiederaufforstung von Laubholz. 2012 sei eine Bundeswald-Inventur durchgeführt worden: 36 Prozent der Fläche Bayerns sei bewaldet; 56 Prozent dieses Waldes sei in privater Hand. Geschäftsführer Frank Sander betonte, dass der Staatswald als auch der Privatwald hart am Markt arbeiteten. Die Zusammenarbeit auf politischer Ebene sei gut und fruchtbar. Forstdirektor Gerhard Schneider berichtete über die Arbeit des Forstbetriebs Waldsassen. Private Waldbesitzer seien gleichwertiger Partner zum Wohle der Wälder. Die Ansprüche der Gesellschaft an die Forstbetriebe nähmen zu. Eine integrative Forstwirtschaft sei wichtig. Auch den Kindern und Enkelkindern solle eine funktionierende Waldwirtschaft hinterlassen werden. Der Forstbetrieb bewirtschafte ausschließlich Staatswald - 23 000 Hektar, aufgeteilt auf zehn Reviere, gehörten zum Waldsassener Forstbetrieb, ebenso wie ein rund 700 Kilometer langes Forstwege-Netz. Von der Fläche her sei dies ein Viertel des Landkreises. 60 Mitarbeiter beschäftige der Forstbetrieb. Rund 16 500 Festmeter Holz werde jährlich vermarktet, dabei stehe die Nachhaltigkeit im Vordergrund.

Forstdirektor Johann Weber vom Amt für Landwirtschaft und Forsten ging auf die Wald-Initiative Ostbayern ein, dank ihr seien zwei neue Rückegassen gebaut worden. Weber appellierte an die Waldbesitzer, die Pflege ihres Waldes nicht zu vernachlässigen. Der Naturschutz stehe bei der Waldbewirtschaftung ganz oben. Eine klare Absage erteilte er der Forderung des Bund Naturschutzes, 10 Prozent des Waldes stillzulegen. "Wir in Bayern treten für eine Nachhaltigkeit ein, so wie es bei uns schon seit Jahrhunderten passiert."

Bürgermeister Klaus Meyer freute sich, dass der Wald optimal betreut werde. Er präge die Region; dies schätzten Einheimischen wie Besucher in der Region. Deshalb sei er umso mehr dankbar für die Pflege des Waldes. (Weiterer Bericht)
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