Pater Dominik Sobolewski nimmt Abschied von Michelfeld - Nach Taufkirchen im Erzbistum ...
Etwas Wehmut: "Es war schön bei euch"

Nach dem Gottesdienst stellten sich die Ministranten, die Schwestern und die Pfarrgemeinderäte mit Pater Dominik Sobolewski (Mitte) vor dem Hochaltar zum Abschiedsbild auf. Bild: csl
Drei völlig unterschiedliche Quellen zitierte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Johannes Lindner bei der Verabschiedung von Pater Dominik Sobolewski im Vorabendgottesdienst am Samstag: das alttestamentliche Buch Kohelet ("Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit, also auch eine Zeit des Abschieds"), die Kölner Sängerin Trude Herr ("Niemals geht man so ganz, irgendwas bleibt hier") und den Literaturnobelpreisträger Elias Canetti: "Man weiß nie, was daraus wird, wenn die Dinge verändert werden. Aber weiß man denn, was daraus wird, wenn sie nicht verändert werden?"

Offenes Ohr

Lindner überreichte dem Pfarrer als Abschiedsgeschenke ein Fotobuch mit den Sehenswürdigkeiten der Pfarrei und eine Kerze mit dem Motiv der St.-Leonhards-Kirche. "Es gab sehr viele positive, schöne Berührungspunkte, die Zusammenarbeit mit den Gremien war sehr gut, und Sie hatten immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen", blickte Lindner auf das vergangene Jahr zurück. Er dankte dem scheidenden Seelsorger "für Ihren herzlichen, unkomplizierten und freundlichen Zugang zu den Menschen" sowie "für all Ihr Vertrauen, Ihr Wohlwollen, Ihre Unterstützung und Ihre Umsicht". Er spreche für die ganze Pfarrgemeinde, wenn er sage: "Ihr Dienst für die Pfarrei Michelfeld hat uns allen gut getan. Wir werden Sie vermissen."

Für die Ministranten dankte Sabrina Fischer mit einem Bild aller Michelfelder Messdiener und einer Flasche Klostertrunk. Man werde oft an Pater Dominik denken, weil man viel miteinander gelacht habe.

Still und unauffällig

Der lobte die Ministranten für ihren vorbildlichen Dienst am Altar und die Art und Weise, wie sich die Älteren um die Neulinge annähmen. Der Pfarrei wünschte er, dass sie sich ihre gute Gemeinschaft erhalte, "auch wenn man als von außen Kommender nicht immer genau weiß, wie das jetzt ist zwischen Auerbach und Michelfeld". An die Michelfelder Franziskanerinnen gewandt sagte Pater Dominik, sie wirkten stets still und unauffällig, doch strahlten sie durch ihre Gebetsgemeinschaft eine enorme Kraft aus.

Nach einem Jahr als verantwortlicher Pfarrer in Michelfeld fiel das Fazit von Dominik Sobolewski zum Schluss dann doch ein bisschen wehmütig aus: "Es war schön bei euch."
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