Pater Kopic: Für Frieden braucht es wohl neue Menschen
Paradies scheitert an Geld und Macht

Die Lesungen an Pfingsten übernahm Mesner Josef Donhauser, die Fürbitten trugen Jasmin Bachfischer und Anna Rothut vor. Bild: hfz
"Wir reden über Frieden. Aber wir haben keinen Frieden." Pater Georg Kopic vom Salesianerkloster Ensdorf fand deutliche Worte, als er in Thanheim den Pfingst-Hauptgottesdienst zelebrierte. Er beklagte, dass auf Erden ein Paradies nicht gelingen werde, weil bei allgegenwärtigen Drohungen, bei Angst und Gefahren das Geld und die Macht das Sagen haben. Wer Frieden wolle, brauche dazu wohl neue Menschen.

Das Angesicht der Erde werde durch den Menschen bestimmt, dessen Haltung und Einsichten. Alle Erkenntnisse, sagte der Geistliche, nützen wenig, wenn nicht das Streben nach Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit, Frieden und Liebe dahinterstehen. Die ganze Welt sollte durchdrungen werden von der Kraft des Heiligen Geistes: "Wir müssen stark und willens sein, nach dem Willen Gottes zu leben." Man müsse sich für eine gute Sache einsetzen, wenn man dabei auch keinen persönlichen Vorteil hat.

Der Heilige Geist, so der Seelsorger, wirke zum Beispiel in den Lehrern, in den Menschen, die keinen Streit suchen, in Menschen, die sich um Arme, Flüchtlinge und Kranke oder Notleidende kümmern. Das gelte auch für Frauen und Männer, die für die Gerechtigkeit eintreten und vor Gefahren warnen, auch wenn sie sich damit unbeliebt machen. Zum Schluss seiner Ausführungen sagte der Salesianer-Pater: "Durch die Gnade Gottes bin ich, was ich bin."
Weitere Beiträge zu den Themen: Thanheim (109)Mai 2015 (7906)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.