Pater Stanislaw Warszewski am Samstag überraschend verstorben - Salesianer wirkte hier 22 Jahre
Fischbach trauert um beliebten Ortspfarrer

Pater Stanislaw Warszewski war ein sehr geschätzter Priester. Er starb am 4. Juli während eines geplanten Krankenhausaufenthaltes. Archivbild: heg

Völlig unerwartet verstarb am Samstag der über Fischbach hinaus beliebte Pater Stanislaw Warszewski im Alter von 69 Jahren nach einem geplanten Krankenhausaufenthalt. Schnell verbreitete sich am Wochenende die Nachricht von seinem Tod. 22 Jahre wirkte der Pater in Fischbach.

Eigentlich wollte der aus Polen stammende Geistliche nur ein paar Monate bleiben. Am 1. Februar 1993 kam er als Nachfolger des verstorbenen Pfarrers Josef Denk als Pfarradministrator in die Pfarrei des Sankt Jakobus, die schließlich seine zweite Heimat geworden ist.

Pater Stanislaw stammt aus Slupsk, zwischen Stettin und Danzig. Seine Ausbildung begann mit Grundschule und Gymnasium und schloss im Jahr 1965 in Slupsk mit dem Abitur. Ursprünglich wollte der Pater Arzt werden, aber nach dem Abitur hat er seine Pläne geändert und trat in den Orden der Salesianer ein.

Pater Warszewski studierte im salesianischen Priesterseminar in Lad Theologie und Philosophie. Dort empfing er auch die Priesterweihe am 13. Juni 1972. Als Kaplan wirkte er in Plock bei Warschau und in Pila. Anschließend ging er für zwei Jahre nach Rom zum Pastoralstudium an die salesianische Universität. In den Jahren 1985 bis 1991 war er Pfarrer in Rumia bei Danzig. Darauf folgten Stationen als Pfarrvikar in Gangkofen und als Pfarradministrator in Oberhausen in Niederbayern.

In seiner Amtszeit in Fischbach wurde der neue Kindergarten gebaut, und kürzlich auch dessen Erweiterung in die Wege geleitet, der Pfarrhof sowie die Kapelle in Marienthal saniert. In der Kapelle St. Nepomuk ist eine grundlegende Sanierung bereits am Laufen. Seit 1. September 2011 half er in der Pfarrei Alten-/Neuenschwand aus. Innerhalb kürzester Zeit genoss der Fischbacher Pater auch dort größte Sympathie und Beliebtheit. Seine Begeisterung als Fußballanhänger und insbesondere zu Borussia Dortmund machte ihn noch beliebter, so Pater Johannes Schreml aus dem Kloster Ensdorf, der die Samstags- und Sonntagsmesse zelebrierte.

Auf Wunsch seiner Familie wird Pater Stanislaw in Polen beigesetzt. Eine Gelegenheit zur Verabschiedung in Fischbach wird es aber geben. Die Gottesdienste werden in den nächsten vier Wochen von Pater Rafal Burnicki abgehalten.
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