Patron der Sterbenden

Die Statue des Heiligen Sebastian in der Kleinen Kappl. Am Diestag wird Patrozinium gefeiert. Bild: fsc

Sebastian gilt als der Patron der Sterbenden, der Eisenhändler, Töpfer, Zinngießer, Gärtner, Gerber, Soldaten, Kriegsinvaliden, der Brunnen, gegen die Pest, gegen Viehseuchen.Am Dienstag, 20. Januar, wird in der Wallfahrtskirche "St. Sebastian" bei Ottengrün das Patrozinium gefeiert.

Der Heilige wurde im 3. Jahrhundert in Mailand geboren und starb vermutlich am 20. Januar 288 in Rom. Über das Leben des Heiligen Sebastian, der zu den meist verehrten Heiligen gehört, gibt es nur unvollständige Überlieferungen. Die Legende erzählt, dass der noch vielfach verehrte Märtyrer Sebastian in Mailand geboren sein soll und Soldat im Heer von Kaiser Carinus war. Der Plan des jungen Christen war es, inmitten von Heiden und Christenverfolgern denen zu helfen, die an Christus glaubten.

Volkstümlicher Heiliger

Diesem volkstümlichen Heiligen wurde vor nunmehr 286 Jahren, am 4. Oktober 1729, die heute weitum als "Kleine Kappl" bekannte Wallfahrtskirche von Abt Eugen Schmid vom Kloster Waldsassen geweiht. Die aus dem 15. Jahrhundert stammende baufällige Schlosskapelle hatte Johann Josef Werndl am 4. April 1725 - nachdem er das Erbe seines Schwiegervaters angetreten hatte - abreißen und die neue, jetzige Kirche errichten lassen. Wie von alters her wird auch heuer an "Sewastiani", wie die Ottengrüner und Neualbenreuther sagen, das "Kirchenfest gefeiert. Für die Menschen in der Fraisch ist es eines der bedeutendsten und dies zeigen sie beim Gottesdienst und dem dazugehörenden "weltlichen Treiben" - getreu dem Spruch "Kirche und Wirtshaus gehören zusammen". (Info-Kasten)
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