Patrozinium der Jakobikirche - Rund um den Kobl wieder viel los bei der Kirchweih
Kraft tanken bei Gott

Das Nachwuchsorchester unter Leitung von Philipp Zinnbauer erhielt für die gekonnt vorgetragenen Musikstücke viel Beifall. Bild: bas
Zwei Tage lang wurde auf dem Kobl rund um die Jakobikirche in Freudenberg das Patrozinium sowohl kirchlich als auch weltlich gefeiert. Der Musikverein Freudenberg als Organisator dieser Jakobikirwa veranstaltete auch das dritte "Woodstock der Blechmusik" (wir berichteten).

Am Sonntagvormittag stand ein Gottesdienst im Freien vor der Jakobikirche im Mittelpunkt. Pfarrer Norbert Götz betonte zu Beginn der Messe: "Wir sind auf dem Pilgerweg zu Gott unterwegs. Man muss dazwischen immer wieder Kraft tanken. Hier ist heute die Gelegenheit dazu, um wieder zu sich selber und zu Gott zu finden."

Das Jugendblasorchester des Musikvereins Freudenberg unter Leitung von Dirigent Gerhard Zinnbauer umrahmte die Messe. Norbert Götz erzählte in seiner Predigt vom Ort Freudenstadt, in dem die Leute gern miteinander gefeiert und musiziert und sich auf die Sonntage und Feiertage gefreut haben. Aber dann musste das Einkommen gesteigert werden. Jeder sollte in den Arbeitsprozess eingebunden werden, weshalb die Feiertage abgeschafft und unproduktive Zeiten in den Familien eingeschränkt wurden. Aus dem fröhlichen Freudenstadt wurde Werklingen, in der Geld zum bestimmenden Faktor wurde.

"Was zählt heute noch die Familie?", fragte Götz die Gottesdienstbesucher. "Wir brauchen die Eucharistiefeier am Sonntag zum Auftanken. Wir dürfen zu Jesus all das hintragen, was uns bewegt oder auch bedrückt. Erholt euch! Unterbrecht die Arbeit! Feiert das Fest mit Gott! Vergesst vor lauter Werklingen nicht, dass unser Leben ein ewiges Ziel bei Gott hat", bat der Geistliche.

Nach dem Gottesdienst herrschte auf dem Jakobiplatz reges Treiben. Das Jugendblasorchester spielte unter der Leitung von Gerhard Zinnbauer zum Frühschoppen auf. Ein kurzer Regenschauer konnte die Gäste nicht vertreiben. Bei angenehmen Temperaturen am Nachmittag erfreute Philipp Zinnbauer mit dem Nachwuchsorchester gekonnt die Gäste. Auf die Kaffeetrinker wartete ein reichhaltiges Kuchenbüfett.

Fleißige Helfer des Musikvereins hatten alle Hände voll zu tun. Sie boten den Besuchern vom Grill Bratwürste und Forellen an, die Durstlöscher an der Schänke fanden reißenden Absatz. Am Spätnachmittag sorgte die Band "Fünf auf Kraut" mit bayrisch-böhmischer Blasmusik für musikalische Unterhaltung.
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