Patrozinium: Pfarrer Konrad Amschl schreibt Kirche auch heute wichtige Rolle zu
"Daran erinnern, wer wir sind"

"Gott braucht unsere Gottesdienste nicht, aber wir brauchen sie", gab Stadtpfarrer Konrad Amschl in seiner Festpredigt in der Oberndorfer Kirche zu bedenken. Bild: jzk
Oberndorf. (jzk) "Mutig hat der heilige Georg den Drachen getötet und mit dieser Tat Leben gerettet, Menschen befreit und ihnen die Angst genommen", betonte Stadtpfarrer Konrad Amschl beim Festgottesdienst zum Patrozinium in der Filialkirche. Dafür habe er tapfer die Qualen des Martyriums durchlitten.

Himmelwärts führen

"Schwindendes religiöses Interesse legen die irrige Meinung nahe, dass die Kirchen heute überflüssig sind", bedauerte der Geistliche. Die Kirchen jedoch erinnern uns, "wer wir sind. Sie sollen uns himmelwärts führen". Der Turm der Oberndorfer Kirche sei ein weithin sichtbares, heiliges Zeichen und ein Hinweis "auf die ewige Bestimmung des Menschen". In Oberndorf stehe "die eigentliche Urkirche von Kemnath". In ihr feiern Christen seit über 100 Jahren Gottesdienst.

Zum Patrozinium hatten sich zuvor vor der Stadtpfarrkirche Konrad Amschl, Lektor Hans Steinkohl und zahlreiche Gläubige zur Prozession nach Oberndorf versammelt. Klänge der Stadtkapelle Kemnath und Böllerschüsse begleiteten die Teilnehmer zur Filialkirche.

Im Altarraum stellten sich die Fahnenabordnungen der Feuerwehren von Höflas-Oberndorf und Kötzersdorf sowie vom Schützenverein Silberbach aus Kaibitz auf. Den Gottesdienst gestaltete der Kemnather Kammerchor unter der Leitung von Josef Zaglmann musikalisch. Anschließend versammelten sich alle beim Kriegerdenkmal, wo der Stadtpfarrer für die Gefallenen beider Weltkriege ein Segensgebet sprach. Während eines Bläserchorals feuerte Max Popp drei Böllerschüsse ab.

Wehr als Organisator

Vorsitzender Peter Hautmann von der Feuerwehr Kötzersdorf, die diesmal mit der Organisation betraut war, dankte allen, die zu der würdigen Gestaltung des Kirchenpatroziniums beigetragen haben. Anschließend machte sich Konrad Amschl mit den Kemnathern auf den Rückweg zur Stadtpfarrkirche, wo er die Familienmesse zelebrierte. Die Vereine ließen den Vormittag bei einem zünftigen Frühschoppen im Landgasthaus Busch in Kötzersdorf ausklingen.
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