Paukenschlag des SV Etzenricht

Andreas Schimmerer sorgte in Hutthurm für die Führung des SV Etzenricht. Die Blau-Schwarzen gewannen das Verfolgerduell mit 3:2 und sind nun wieder punktgleich mit Tabellenführer DJK Ammerthal. Bild: war

Negativtrend gestoppt, wieder mitten drin im Titelkampf: Der SV Etzenricht hat das Verfolgerduell beim SV Hutthurm mit 3:2 für sich entschieden.

Hutthurm. (war) Nach zwei Auswärtsniederlagen feierte die Mannschaft von Trainer Michael Rösch einen Einstand nach Maß in die Rückrunde der Landesliga Mitte: Der SVE fügte dem SV Hutthurm seine dritte Heimniederlage bei und rückte wieder auf Tabellenplatz zwei vor - punktgleich mit Spitzenreiter DJK Ammerthal, der beim 1. FC Bad Kötzting mit 0:2 unterlag. Die beiden Klubs aus dem Fußballkreis Amberg/Weiden führen mit je 37 Zählern die Tabelle an.

Gefährlicher Neunteufel

An ihrem Torjäger Benjamin Neunteufel lag es nicht, dass die Hutthurmer geschlagen vom Platz gingen. Der Torjäger der Gastgeber ließ sich von der SVE-Deckung nicht neutralisieren, sorgte für das 1:1 vor dem Wechsel und den späten Anschlusstreffer in der Schlussphase. Für Neunteufel waren es die Saisontore 14 und 15.

Die beiden Gegentreffer konnte SVE-Trainer Michael Rösch aber locker verschmerzen: "Wir haben heute eine richtig gute Leistung gezeigt und verdient bei einem starken Gegner gewonnen. Wir wollten unbedingt den Dreier und jeder Spieler war zu 100 Prozent darauf fokussiert." Kritisch sah er lediglich die Konzentrationsmängel gegen Ende der Partie: "Das Einzige, was wir uns ankreiden müssen, ist, dass wir nach der Roten Karte gegen Hutthurm gefühlt ein paar Prozent herausgenommen haben. So wurde es durch den Anschlusstreffer nochmal unnötig spannend. Der Sieg fühlt sich richtig gut an."

Die Favoritenrolle hatten die Gäste nach zwei Auswärtsniederlagen sicherlich nicht, dennoch gingen sie mit reichlich Selbstbewusstsein in das Verfolger-Duell. Andreas Schimmerer prüfte nach Flanke von Johannes Pötzl Niklas Krinninger im Hutthurmer Tor per Volleyschuss (4.). Zehn Minuten lief das Match, als Schimmerer nach einer Ecke von Marco Lorenz und anschließender Kopfballverlängerung von Kapitän Stephan Herrmann das Spielgerät mit der Fußspitze zum 1:0 unter die Latte zirkelte. Hutthurm glich noch vor der Pause aus, als Neunteufel von der Grundlinie aus freigespielt wurde. Pötzl (29.), Herrmann (32.) und Pasieka (40./45.) hätten den alten Abstand wieder herstellen können. Auf der anderen Seite vereitelte SVE-Torwart Michael Heisig die zweite Gelegenheit Neunteufels. "Eigentlich hätten wir die Seiten mit einer Führung wechseln müssen", urteilte Markus Hofbauer, Sportlicher Leiter des SVE, zu diesem Zeitpunkt.

Doppelschlag zum 3:1

Nach dem Wiederanpfiff hatte die Elf von Florian Wallner ihre beste Phase. Zunächst donnerte Tobias Krenn (50.) über die Latte, dann meisterte Heisig einen Schuss von SVH-Kapitän Josef Krieg (57.). Die Rösch-Elf blieb die Antwort nicht lange schuldig, Pötzl ergatterte einen zu kurz geratenen Rückpass und traf die Unterkante der Latte (64.). Die entscheidenden Szenen gingen auf das Konto der Etzenrichter Routiniers. Zunächst verwandelte Marco Lorenz einen Freistoß, drei Minuten später bediente er Stephan Herrmann mustergültig und dieser verarbeitete das Zuspiel gekonnt.

Als SVE-Joker Klaus Moucha Thomas Eglhofer umspielte, benötigte der Verteidiger ein Foul und erhielt die Rote Karte. Nach dem 2:3-Anschlusstreffer vier Minuten vor Spielende wurde es noch einmal eng. In Überzahl verteidigte die Etzenrichter Abwehr den verdienten Gewinn der vollen Punktzahl.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9610)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.