Pegnitz ist noch eine Gregori-Hochburg

Ausführlich beschäftigte sich Josef Schmaußer mit dem Namenstag Gregor am 12. März. Bis vor gut 20 Jahren zogen die Kinder an diesem Tag in Soldatenkostümen durch Hirschau und trommelten, um den Feind zu vertreiben.

Einen hohen Stellenwert genießt das Gregorifest bis heute in der Auerbacher Nachbarstadt Pegnitz. Zu Ehren des sogenannten Kinderpapstes Gregor I., der um 540 geboren wurde und von 590 bis 604 das höchste Kirchenamt bekleidete, bekommen die Schüler einen Vormittag frei - allerdings erst Ende Juni oder Anfang Juli, wenn das Wetter besser ist. Um 6 Uhr in der Früh geben Böller vom Schlossberg her das Auftaktzeichen für Bäcker, Metzger und vor allem für die Mütter. Ein bunter Kinderzug, geschmückt mit vielen Blumenkränzen und Bögen, schlängelt sich durch die Innenstadt hinauf zum Schlossberg. Tänze werden aufgeführt und Bratwürste gegessen.

Das Gregorifest wird vielerorts gefeiert. In der Markgrafschaft Bayreuth behielten neben Pegnitz auch Kulmbach, Thurnau, Kasendorf und Creußen diese Tradition bis heute bei. (swt)
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