Pepiuk nun doppelte Spitze

Bürgermeisterin Carmen Pepiuk beerbt Konrad Bauer (rechts) an der Spitze des CSU-Ortsverbands. Bauer verwaltet künftig als Schatzmeister die "schwarze" Kasse. Vize-Landrat Albert Nickl (links) gratulierte zum reibungslosen Stabwechsel. Bild: bjp

Seit fast einem Jahr steht Carmen Pepiuk an der Spitze der Gemeinde Trabitz. Nun übernimmt sie auch die Leitung des CSU-Ortsverbands.

Hub/Trabitz. (bjp) Sie löste Konrad Bauer ab, der aus beruflichen Gründen nicht kandidiert hatte. Als Schatzmeister und Nachfolger von Heinz Stabla bleibt er dem Vorstand jedoch erhalten.

In seinem Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre betonte Bauer in der Hauptversammlung im Gasthof Dötsch, dass die Trabitzer CSU nicht nur einen engagierten Wahlkampf im Vorfeld der Gemeinde- und Kreistagswahlen geführt, sondern sich auch aktiv in die regionale Parteiarbeit eingebracht habe. Jedoch habe sich die Hoffnung auf einen Wiedereinzug Dieter Kleins in den Kreistag nicht erfüllt. Dieser habe zugunsten des dann überraschend verstorbenen Peter Nößner auf einen aussichtsreichen Listenplatz verzichtet.

Immerhin stelle die Union in Trabitz die mit beachtlichen 84 Prozent gewählte Bürgermeisterin und sechs Gemeinderäte. Für 2015 kündigte der scheidende Vorsitzende ein Mitglieder- und Gemeinderatskandidatentreffen an: "Wir wollen allen, die bereit waren, auf unserer Liste anzutreten, zeigen, dass sie uns auch über die Wahlen hinaus wichtig sind." Für 30. und 31. Mai lade der Ortsverband die Bürger zu einem Hallenfest nach Burkhardsreuth mit Public Viewing des DFB-Pokalendspiels am Samstagabend ein. Verstärkt werben wolle der Ortsverband um neue, insbesondere junge Mitglieder, die für ihre Heimatgemeinde politische Mitverantwortung übernehmen wollen.

Als ereignisreiche Monate charakterisierte auch Carmen Pepiuk die Zeit seit den Gemeindewahlen: "Ich könnte erzählen ohne Ende." Doch mache ihr die Arbeit als Bürgermeisterin viel Spaß, nicht zuletzt dank der guten Zusammenarbeit mit Gemeinderat, Verwaltungsgemeinschaft, Vereinen und anderen Institutionen. Noch vor Ostern, so Pepiuk, sei Angebotsabgabe für die Breitbandverkabelung des Gemeindegebiets. Die Bauarbeiten am Zessauer Dorfplatz würden voraussichtlich im Juni abgeschlossen, die Einweihung sei für September anvisiert. Im Gange seien auch die Befunduntersuchungen am "Memory", an die sich eine Machbarkeitsstudie anschließen werde.

Besonders beglückwünschte Vize-Landrat Albert Nickl seine Parteifreundin zur Wahl. Als Bürgermeisterin habe Carmen Pepiuk die erfolgreiche Arbeit ihres Vorgängers Dieter Klein fortgeführt, urteilte der Speinsharter. Nun übernehme sie auch Verantwortung für einen Ortsverband, dessen Geschlossenheit schon der mit 23 von 38 Mitgliedern überdurchschnittliche Besuch der Hauptversammlung belege.

Das "Beispiel Trabitz" zeige, worauf es für eine erfolgreiche Kommunalpolitik ankomme: auf tatkräftige Bürger, die sich für ihre Heimatgemeinde "ins Zeug legten", und auf ein Gemeindeoberhaupt, das "Anregungen gibt und animiert, damit der Ball rollt".

Begrenzter Einfluss

Leider, so bedauerte Nickl, seien selbst dem aufrichtigsten Bemühen Grenzen gesetzt, wie der Kampf um das Faurecia-Werk zeige: "Die Politik tut, was sie kann, doch ist ihr Einfluss auf ein Großunternehmen begrenzt." Da nütze es auch wenig, dass jeder um die Qualifikation und den Fleiß der Mitarbeiter wisse: "Man kann die Frage stellen, ob ein kleinerer mittelständischer Betrieb auch derart mit dem Schicksal vieler Menschen spielen würde."
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