Per Chip schnell identifiziert

Cora vom Riesenhof stellte sich als Testhund zur Verfügung. Bürgermeister Hans Frankl (links), Brunhild Laubinger und Bauhofmitarbeiter Franz Glück warben für die "Kennzeichnung" der Tiere. Bild: hfz

Egal, wo das Tier in Europa aufgegriffen wird: Seine Herkunft kann über den Mikrochip identifiziert werden. Im Markt existiert nun ein entsprechendes Lesegerät. Es kann Zeit und Geld ersparen.

Die Marktverwaltung hat den perfekten Helfer zum Auslesen einer Transpondernummer angeschafft. Jeder Tierchip werde sicher erkannt, egal in welchem EU-Land er implantiert wurde, heißt es in einer Pressemitteilung. Diese Transpondernummern seien zumindest in der EU einheitlich ablesbar. So könne nun auch der Markt Bruck mit absoluter Sicherheit ein gechipptes Tier identifizieren.

Kostenlose Registrierung

Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das gefundene Tier gechippt und auch bei Tasso e.V. (Europas größtem Haustierzentralregister) registriert sei. Da sich TASSO e.V. ausschließlich durch Spenden finanziere, erfolge die Registrierung kostenlos. Dann dürfte einer "Familienzusammenführung zwischen Mensch und Tier" nichts mehr im Wege stehen. Der Markt trage mit dazu bei, unnötig lange Tierheimaufenthalte und -kosten zu verhindern und damit die Tierschutzorganisationen etwas zu entlasten.

Auf dem Hunde-Mikrochip ist laut Pressemitteilung ein 15-stelliger Code vermerkt, der mit einem speziellen Gerät ausgelesen werden kann. Mit diesem Code könne das Tier seinem Besitzer zugeordnet werden, wenn die Daten des Tierhalters zusammen mit dem Code bei der zuständigen Meldestelle hinterlegt seien.

Das Halsband

Der Chip werde dem Hund unter die Haut implantiert, genauer gesagt an einer Stelle zwischen dem Kopf und der linken Schulter. Dieser Eingriff sei für das Tier so gut wie schmerzfrei und könne auch ohne Narkose vorgenommen werden. Der eingebrachte Chip bleibe für die restliche Lebensdauer im Gewebe und verschiebe sich auch nicht. Wer mit seinem Hund innerhalb des europäischen Auslandes verreisen möchte, sollte beachten, dass der Hund über einen implantierten Chip verfügen müsse. Selbstverständlich benötige jedes Tier für Auslandsreisen einen gültigen Heimtierausweis, hier sei die Chipnummer ebenfalls eingetragen.

Sobald der Hund bei TASSO e.V. registriert worden sei, könne der Halter dort ebenfalls kostenlos eine SOS-Halsband-Plakette mit einer eigenen TASSO-Kennnummer bestellen, so die Pressemitteilung. Gehe das Tier verloren und werde gefunden, erfolge die Meldung an TASSO. Die Mitarbeiter könnten sofort sagen, wem der Hund oder die Katze gehöre. Habe das Tier keine TASSO-Marke mehr am Hals, könne dennoch jedes Tierheim oder jeder Tierarzt, wenn das Tier gechippt ist, die Transpondernummer ablesen und dann an TASSO weitergeben. Da Hunde nicht mehr tätowiert werden dürften, habe nun jeder Zuchtwart ein Transponderlesegerät. Außerdem sei jeder Rassehund mit seiner Chipnummer im Zuchtbuch eingetragen.

Die Ansprechpartner

Im Sinne des Tierschutzes weist die Brucker Marktverwaltung darauf hin, dass alle Tierhalter ihre Vierbeiner chippen und registrieren lassen sollten. Das eine gehe nicht ohne das andere. "Bei der Rückführung aufgefundener Tiere können wir nur mithelfen, wenn auch die Menschen sich ihrer Verantwortung bewusst sind", so Bürgermeister Hans Frankl. Infos gibt es auch unter tasso.net

Eduard Windl und Franz Glück, Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofes, sind Ansprechpartner, wenn es darum geht eine Transpondernummer bei einem gefundenen Tier auszulesen. Zu erreichen sind sie unter Telefon 0151/16 32 45 11 (Windl) sowie 0151/16 32 45 12 (Glück).

Wie Geschäftsleiter Ludwig Birner gestern auf NT-Anfrage wissen ließ, sei der Vorschlag, das Lesegerät zu beschaffen, von Brunhild Laubinger gekommen. Der Markt habe dem Ansinnen der Tierschützerin gerne entsprochen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Bruck (4672)April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.