Per Handschlag zum Mitglied

Gut ausgebildet, erfahren, jung und auch weiblich ist die Freiwillige Feuerwehr Gößenreuth. Bei der Jahreshauptversammlung fiel die gesunde Mischung der Mitglieder auf. Bilder: myd

Die Jugendfeuerwehr in Gößenreuth bekommt Unterstützung von drei jungen Burschen. Da wollte auch der Bürgermeister nicht nachstehen und trat der Wehr bei, ganz ohne Papierkram.

"So ein Handschlag hält manchmal 25, oder sogar 40 Jahre", versprach Kreisbrandinspektor Georg Tafelmeyer den neuen Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung der Gößenreuther Feuerwehr. Michael Schug sowie Peter und Andreas Stopfer wurden vom Vorsitzenden Reinhard Müller und Kommandant Siegfried Regner per Handschlag in die Jugendwehr aufgenommen. Beeindruckt davon, dass nicht Papier und Anträge die Aufnahme in den Feuerwehrverein bestimmen, ergriff Bürgermeister Edgar Knobloch die Initiative und ließ sich ebenso unkompliziert aufnehmen.

Neue Feuerwehrfrau

Die Wehr kann auf 36 aktive Feuerwehrdienstleistende zurückgreifen, in den Startlöchern stehen zudem acht Feuerwehranwärter unter 18 Jahren. "Mit dem demografischen Wandel haben wir im Moment keine Probleme", freute sich der Kommandant. Bei der Versammlung beförderte er zudem seine Tochter Julia zur Feuerwehrfrau. Sie steht in Zukunft auch als aktive Kraft zur Verfügung.

Im abgelaufenen Jahr ist die Feuerwehr zu acht Bränden und einer technischen Hilfeleistung bei einem Verkehrsunfall gerufen worden. Weitere Einsätze waren eine Sicherheitswache und eine Absicherung. Lobend erwähnte Regner, dass die Einsatzkräfte immer sehr schnell nach der Alarmierung vor Ort und bereit zum Ausrücken gewesen seien. Durchschnittlich standen zehn Einsatzkräfte zur Verfügung.

Die sieben angebotenen Übungen und der Unterricht zu verschiedenen Themen wie Airbags, Fahrzeug- und Gerätekunde und technische Hilfeleistungen, sowie Einsatzübung mit der Feuerwehr Eschenbach oder die aktive Beteiligung beim Feuerwehr-Aktionstag in Grafenwöhr waren gut besucht. Leistungsprüfungen der Stufen eins bis sechs absolvierten elf junge Feuerwehrleute, darunter drei Frauen.

"Auf kleinem Dienstweg"

Neu angeschafft hat die Wehr Sicherheitsstiefel mit Schnittschutz sowie einen Feuerwehrsauger, einen leistungsstarken Nass-Trockensauger. Siegfried Regner ermunterte die Mitglieder, diesen auch bei Wasserschäden im privaten Bereich anzufordern: "Das geht schnell und unkompliziert auf dem kleinen Dienstweg", erklärte er. Mit einem Dank an den Vorstand, die Feuerwehr Grafenwöhr, die Gemeinde und die Landkreisführung für die gute Zusammenarbeit und einen Ausblick auf die Aktivitäten 2015 schloss er seinen Bericht.

Jugendwart Christian Müller berichtete von 15 Übungen, die er mit seiner achtköpfigen Gruppe im vergangenen Jahr absolvierte. "Die Teilnahme war hervorragend", lobte er.
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