Per Schlag zum Jäger

Das hat es noch nicht gegeben: Die Jagdversammlung wurde nicht nur mit Jagdhornbläsern eröffnet. Erstmals erfolgte auch der sogenannte Jägerschlag. Mit diesem nahmen die Jäger Volker Günthner in ihren Kreis auf.

Jagdpächter Wolfgang Veigl senior berichtete den Genossen, dass das Revier von Problemen verschont geblieben sei. Vorbeugend wies er darauf hin, dass das Bejagen von Schwarzwild problematisch sei. Er bat, Wildschäden unverzüglich zu melden. Nur die gute Zusammenarbeit von Jagdgenossen und Jagdpächtern könne die Schäden in Grenzen halten, sagte er. Im Einzelnen wurden - einschließlich Fallwild - zur Strecke gebracht: zwei Sauen, 21 Füchse, 28 Graureiher, 32 Enten, 19 Elstern, 24 Krähen, zehn Wildgänse, acht Eichelhäher, 28 Kormorane. Der Rehwildabschuss wurde im dreijährigen Anteil erfüllt. Jagdpächter Günther Veigl informierte, dass Volker Günthner die Jagd in Göppmannsbühl mit betreut. Wolfgang Veigl senior zelebrierte anschließend mit Unterstützung der Jagdhornbläser das Jagdgericht. Günthner erhielt den Jägerschlag und bekam eine Urkunde überreicht.

Zuvor hatte Jagdvorstand Michael Emmerig an die beiden Vorstandssitzungen und das Rehessen erinnert. Ausführlich ging er auf die Beseitigung von Wildschäden ein. Diese waren in den Staatsforsten und auch auf dem Grünland durch einen beauftragten Unternehmer mit dem Spezialgerät Wiesenbüffel beseitigt worden. Aufgrund der Kosten wurde diskutiert, ob die Arbeit nicht die Jagdgenossen selbst übernehmen können. Begonnen haben laut Emmerig Wegebaumaßnahmen oberhalb der Familie Busch in Göppmannsbühl.

Die Jagdgenossenschaft verkaufte eine der drei Pflanzenschutzspritzen. Aber auch von den beiden anderen soll nur eine verwendet werden. Dies spare Geld für die Wartung und die Zahl der Nutzer sei überschaubar. Eine eigens angedachte Pflanzenschutz-Fortbildungsmaßnahme über die Jagdgenossenschaft ist zurückgestellt, sie wird durch andere Institutionen angeboten. Die meisten Jagdgenossen hatten diesen Kurs schon belegt.

Ein besonderer Dank galt den Jagdpächtern Wolfgang Veigl senior, Wolfgang Veigl junior und Günter Veigl für die gute Zusammenarbeit. Aufkommende Fragen wurden direkt und einvernehmlich geklärt, unterstrich Emmerig. Kassier Volker Günthner berichtete von einer angemessenen Finanzlage. Kassenprüfer Peter Brunner bescheinigte ordnungsgemäße Kassenführung. Die Genossen beschlossen, den Jagdpachtschilling als Rücklage für Maschinenreparaturen und Wegebau zu verwenden. Bürgermeister Manfred Porsch lobte die Genossen und die Jäger.
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