Personalsorgen-Duett

Der Pfreimder Andreas Lorenz (rechts) wird im Derby versuchen, sich den Gegenspielern aus Wernberg in den Weg zu stellen. Bild: Eger

Derbyzeit in Wernberg: Nach unterschiedlichen Resultaten am Wochenspieltag kommt es am Samstag (15 Uhr) zum Aufeinandertreffen des TSV Detag mit dem Nachbarn aus Pfreimd.

(lfj/mbc) Nach einem kurzen Höhenflug wurde der TSV Detag Wernberg am Mittwoch durch eine 0:3-Niederlage bei Absteiger FV Vilseck auf den Boden zurückgeholt. Die Begegnung stand für die "Lila-weißen" schon im Vorfeld unter keinem günstigen Stern, weil die halbe Mannschaft beruflich bedingt erst später anreisen und sich nicht optimal vorbereiten konnte. Dies als Entschuldigung herzunehmen wäre aber zu einfach. Ausschlaggebend für die unnötige Niederlage war bei klaren Feldvorteilen die fehlende Cleverness sowie mangelnde Präzision bei vielen Anspielen oder im Abschluss. Vilseck verteidigte clever und war bei seinen Angriffen sehr effektiv, so dass die Köblitzer wieder Lehrgeld bezahlen mussten. Das Trainergespann Christian Luff und Dominik Heimler hofft, dass diese Partie lehrreich war, denn im Derby gegen die SpVgg Pfreimd am Samstag (16 Uhr) sollen drei Punkte aufs Detag-Konto.

Die Aufgabe wird nicht leichter als in Vilseck, deshalb müssen die Detag-Kicker wesentlich mehr Durchschlagskraft im Angriff entwickeln. Zu unterschätzen sind die Pfreimder nicht, denn der dritte Platz im Vorjahr kommt nicht von ungefähr und der bisherige Saisonverlauf zeigt, dass die SpVgg jedem Gegner Paroli bieten kann. Die Tagesform wird eine wichtige Rolle spielen. Bei den Gästen hinterlässt der wochenlange, verletzungsbedingte Ausfall von Spielertrainer und Torgarant Christian Zechmann eine große Lücke, wodurch die Elf um den zweiten Part des Pfreimder Trainergespanns und Lenker im Mittelfeld, Christian Most, schwerer auszurechnen ist. Die Köblitzer aber kämpfen selbst mit großen personellen Probleme, die ausgerechnet vor dem Derby prekär geworden sind.

Neben den ohnehin nicht einsatzfähigen Spielern fehlen gegen Pfreimd auch Emanuil Petrov (familiäre Grunde), Artur Becker (Urlaub) und Alex Luff (Adduktorenprobleme), so dass sich die Mannschaft von alleine aufstellt und kaum Alternativen für die Bank vorhanden sind. Die SpVgg Pfreimd liegt vor dem Lokalderby zwei Punkte vor dem Kontrahenten im Mittelfeld der Tabelle. Pfreimd will den Gastgeber aber nicht am Tabellenplatz messen. Bei den Niederlagen wurde der TSV unter Wert geschlagen. Die SpVgg hat neben fünf verletzten Spielern auch noch durch Urlaub verhinderte Spieler zu beklagen. Es müssen im Derby Spieler aus der Zweiten aushelfen. Das Ziel der Pfreimder ist mindestens ein Punkt. Die Ausgangslage ist ähnlich der im letzten Heimspiel gegen Grafenwöhr, als man mit dem gerechten Remis zufrieden sein musste.
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