Perücken fürs Publikum

"Oschnputtl", das Live-Musical, fiel im November aus und wird jetzt im Januar nachgeholt - mit Sicherheit ein Höhepunkt im reichhaltigen Kulturporogramm der Stadt. Bild: Hans Pollner

Kultur in jeder Form, ob Musik, Kabarett, Theater oder Vortrag, ist immer eine Bereicherung. Die Herzogstadt hat sich schon lange als heimliche Kulturhauptstadt der Oberpfalz etabliert. Das Jahresprogramm 2015 unterstricht das. Und auch der Herzog rückt an.

Vor wenigen Tagen kam das Jahresprogramm 2015 der Kulturwerkstatt heraus. Im Gespräch mit der SRZ stellte Fred Tischler, der Leiter des Kulturamts der Stadt, die Höhepunkte im neuen Kulturjahr vor.

SRZ: Herr Tischler, was ist los 2015?

Das ganze Jahr über wird viel geboten, für jeden Geschmack etwas. Es gibt wieder spannende Konzerte, tolles Kabarett, Volksfeste und vieles mehr. Meine Mitarbeiterinnen Susanne Hiltl und Kerstin König und ich haben alle Altersklassen im Blick.

Und das Angebot kommt gut an?

Kultur ist ein wesentlicher Standortfaktor. Dadurch wird die Attraktivität unserer Stadt erhöht. Übrigens auch weit über die Stadtgrenzen hinaus. Wir haben immer mehr Besucher zum Beispiel aus Hersbruck und Weiden. Die nehmen die Anfahrt auf sich, weil sie wissen, dass es sich lohnt. Außerdem haben wir einen riesigen Vorteil, verglichen mit anderen Städten: Bei uns gibt es keine Parkplatzprobleme, weil man kostengünstig und bequem in der Tiefgarage parken kann.

Was bleibt gleich, was wird anders?

Bewährte Veranstaltungen wie das großartige Festival moderner Volxmusik im März und unsere Reihe HerbstKultour gibt es natürlich auch 2015. Viele bekannte Künstler werden kommen, aber auch andere, die noch nicht so bekannt sind. Und wir haben endlich wieder Knorr-von-Rosenroth-Festspiele!

Das heißt, dass wir wieder barocke Pracht erleben können?

Ja. Unser Regisseur Michael Ritz hat für uns ein weiteres Stück von Christian Knorr von Rosenroth entdeckt. Den etwas sperrigen Originaltitel "Die Vermählung Christi mit der Seele" haben wir ergänzt: "Glück und Liebe auf Mallorca". Es wird dramatisch. Da gibt es Entführung, Schiffbruch, rachsüchtige Geliebte und sogar etliche Geister.

Aufregend. Wann hebt sich der Vorhang?

Die Premiere ist am Freitag, 10. Juli. Weitere Vorstellungen folgen bis Sonntag, 19. Juli.

Planen Sie eigentlich ein Rahmenprogramm rund um die Festspiele?

Das erste Event ist schon im März: eine szenische Lesung zum Leben von Herzog Christian August, der ja Knorr von Rosenroths Chef war. Im Juni folgen Märchenstunden, eine Bierprobe und ein Opernpasticcio. Ein Spaß für die ganze Familie ist auch die Fotoaktion. Kinder und Erwachsene können sich in den prächtigen Barockkostümen fotografieren lassen. Haben Sie nicht schon immer davon geträumt, einmal Reifrock und Perücke zu tragen?

Wir freuen uns darauf. Was ist Ihre persönliche Lieblingsveranstaltung?

(denkt einen Moment nach) Ich habe keinen Favoriten. Die Weihnachtslesung mit Norbert Neugirg wird sicher ein Knüller, aber besonders neugierig bin ich auf frische Entdeckungen wie die Rhythm & Blues-Band "San2 & His Soul Patrol" im April. Kultur mit allen ihren bunten Facetten macht einfach Spaß!

Jetzt haben Sie uns den Mund wässerig gemacht. Wo findet man das komplette Programm?

Das druckfrische Programmheft liegt überall in der Stadt aus, natürlich auch im Rathaus bei der Kulturwerkstatt. Außerdem findet man es im Internet unter www.kulturwerkstatt-online.de, natürlich auch bei unserem Vorverkaufspartner www.nt-ticket.de.
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