Pfarrei bleibt eigenständig

In aller Offenheit und einer sehr entspannten Atmosphäre verlief die große Visitation in der Pfarrei Schlicht durch Dekan Ludwig Gradl (stehend). Links neben ihm Pfarrgemeinderatssprecher Norbert Klier, ganz links Kirchenpfleger Hermann Klier und rechts Pfarrer Johannes Kiefmann. Bild: ct

Was passiert, wenn der Schlichter Pfarrer Johannes Kiefmann künftig auch für Vilseck zuständig sein soll? Diese Frage bewegte die Gläubigen während der Visitation durch Dekan Ludwig Gradl.

Auf seiner Tour durch das Dekanat Sulzbach-Hirschau anlässlich der großen Visitation der einzelnen Pfarreien besuchte Dekan Ludwig Gradl aus Amberg auch die Pfarrei Schlicht. In intensiven Gesprächen mit Pfarrer Johannes Kiefmann, dem Kirchenpfleger Hermann Klier und dem Sprecher des Pfarrgemeinderats, Norbert Klier, machte er sich ein Bild von der Pfarrei. Gemeinsam mit der Gemeinde feierte er einen Abendgottesdienst, ging in seiner Predigt auf ein Hirtenwort von Papst Franziskus ein, in dem dieser den gegenseitigen Dienst der Christen aneinander in den Vordergrund stellte. Anschließend trafen sich Dekan Gradl, Pfarrer Kiefmann und die Vertreter der Gremien und Verbände der Pfarrei im Pfarrheim, um sich auszutauschen. Gradl stellte zunächst sich und seine Aufgabe als Visitator vor. Als solcher wolle er sich nicht als Kontrolleur, sondern viel eher als Ansprechpartner für Wünsche und Sorgen und als Berater verstanden wissen. Nach einem Überblick über die Felder, die ein solcher Visitationsbesuch abdecken sollte, berichtete er von seinen Eindrücken in Schlicht.

Laienarbeit wertvoll

Besonders freue ihn das offene Verhältnis zwischen Pfarrer und Gemeinde und die Unterstützung, die der Seelsorger durch die Laienarbeit erfahre. Das vielfältige Angebot an liturgischen Feiern werde gut angenommen und der Besuch der Sonntagsgottesdienste durch rund 26 Prozent der Gläubigen könne als gut bezeichnet werden. Hoch einzuschätzen sei auch das stete Bemühen des Pfarrers um die personale Seelsorge, die er mit Hausbesuchen, aber auch mit seiner Präsenz bei privaten und öffentlichen Feiern unterstreiche.

Gerade hier werde in Zeiten zunehmender Aufgabenfelder und Verwaltungsarbeit die Unterstützung durch die Laien immer wichtiger. Deshalb sei es besonders zu loben, dass mit der Gewinnung weiterer Laienmitarbeiter und dem Aufblühen der kirchlichen Verbände in Schlicht Schritte in die richtige Richtung getan worden seien. Da auch die Kirchen und kirchlichen Gebäude durchwegs in einem guten Zustand seien, könne man durchaus von einer intakten und lebendigen Gemeinde sprechen. In einem zweiten Teil konnten die Anwesenden auch ihre Sorgen und Wünsche vortragen. Dabei spielte naturgemäß die brandaktuelle Nachricht, dass Pfarrer Kiefmann ab September zum Stadtpfarrer von Vilseck berufen worden sei, eine große Rolle. Dekan Gradl betonte in diesem Zusammmenhang, dass Schlicht weiterhin eine völlig eigenständige Pfarrei mit eigenen Gremien und eigener Verwaltung bleiben werde, deren verantwortlicher Seelsorger aber eben auch der Pfarrer von Vilseck - in Zusammenwirken mit den Ruhestandsgeistlichen und einem weiteren noch zu berufenden Seelsorger - sein werde.

Mit gutem Willen

Von der Diözese vorgesehen sei, durch eine externe Gemeindeberatung die notwendige Organisation zu besprechen und auftretende Schwierigkeiten bei der Abstimmung und Zusammenarbeit einvernehmlich zu lösen. Etliche Anwesende unterstrichen, positiv gestimmt, mit gutem Willen und Gottvertrauen das Projekt anpacken zu wollen.
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