Pfarrer Herbert Grosser: Nur wenige Kirchgänger - Dafür volles Haus bei Pfarrfamilie
Kaum mehr als zwölf Apostel

Der Pfarrsaal platzte aus allen Nähten, so groß war der Ansturm beim Pfarrfamilienabend in Theuern: Damit hatte Organisatorin Monika Gruber, Sprecherin des Pfarrgemeinderats, nicht gerechnet. Sie war überwältigt von den vielen Besuchern, die nicht nur aus Theuern, sondern auch aus Ebermannsdorf und Pittersberg kamen. Es war ihr ein Bedürfnis, einmal öffentlich alle ehrenamtlich Tätigen zu loben, die sich das ganze Jahr still und leise für die Kirche einsetzen. Sie erwähnte unter anderem die "Kräuterweiber", die Palmbüschel binden oder die Erntedankkrone fertigen.

Der Theuerner Kirchenchor gab unter Leitung von Ludwig Kneißl eine Kostprobe seines Könnens, bevor Pfarrer Herbert Grosser kurz Zahlen aus der Pfarrei vorstellte. Trotz aller Lockmittel komme man einfach nicht über die Zehn-Prozent-Marke bei den Kirchgängern. Die drei Pfarrteile mit ihren Gremien würden langsam, aber kontinuierlich zusammenwachsen. Allen, die für die Gemeinschaft aktiv sind, dankte er - auch den beiden Ruhestands-Seelsorgern, Josef Beer und Josef Fromm. Schmunzelnd meinte er dazu, "das 'i.R.' hinter deren Namen bedeutet ja nicht 'in Ruhe', sondern vielmehr 'in Reichweite'".

Die Zahl der Gläubigen halte sich mit Geburten, Todesfällen und Kirchenaustritten einigermaßen die Waage. Sie steigt zu Grossers Bedauern jedoch nicht mehr. Mit Blick auf millionenschwere Kirchenrenovierungen sei fraglich, ob das jeder so gut finde - in Anbetracht der Tatsache, dass "oft kaum mehr als zwölf Apostel die Kirchenbänke füllen". Gemeindereferentin Kathrin Blödt gab ihr erstes Statement im neuen Job ab. Seit 68 Tagen im Amt, habe sie sich bereits recht gut eingewöhnt und die Ministranten in Theuern und Pittersberg kennengelernt. Mit den Ebermannsdorfer Minis werde sie sich als nächstes treffen. Sie fühle sich sehr wohl in der Gemeinschaft.
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