Pfarrer Norbert Götz bittet Pilger um Gebet für Glaubensbrüder im Mittleren Osten
Christen zwischen den Fronten

1. Pilgerführer Manfred Meiler, 2. Pilgerführer Dionys Ringlstetter (von rechts) sowie Organisator Rudi Lerch und Pfarrer Norbert Götz (von links) ehrten beim Pilgertreffen Christian Weiß (Mitte) aus Unterschalkenbach, der seit 25 Jahren an der Altötting-Wallfahrt teilnimmt. Bild: bas
Die Altötting-Fußwallfahrer aus der Region Amberg feierten mit Pfarrer Norbert Götz, dem Geistlichem Beirat des Pilgervereins Regensburger Diözesanfußwallfahrt, einen Gottesdienst in der Pfarrkirche in Wutschdorf, um Gott für eine gelungene und unfallfreie Wallfahrt zu danken.

Götz stellte in seiner Predigt die Frage: "Warum machen sich Menschen auf, zu Fuß mit der Wallfahrt von Regensburg nach Altötting zu gehen? Manchmal aus Dankbarkeit, weil es gut geworden ist. Vielleicht auch, weil im Verlauf der Wallfahrt doch wieder etwas Licht in ihr Leben gekommen ist. Man hat zur Mutter Gottes seine Sorgen gebracht, die sie weiter zu Jesus trägt." Es tue gut, mitgetragen zu werden von der großen Gemeinschaft. Als Pilger müsse man aber auch über den eigenen Tellerrand hinausschauen. Götz erinnerte an die Christen in Syrien und im Irak, die sich nicht mitgetragen fühlten von ihren Glaubensbrüdern im Westen. "Sie stehen zwischen allen Fronten, werden gejagt, getötet und allein gelassen", sagte der Geistliche und rief zum Gebet für sie auf.

Die anschließende Rückschau im Pfarrheim hatte Rudi Lerch organisiert. Pilgerführer Bernhard Meiler sprach von einem turbulenten Wallfahrtsjahr, geprägt durch drei Großveranstaltungen. Zunächst vom Katholikentag in Regensburg, wo auch das Thema Pilgern auf dem Programm stand, weshalb man eine Wallfahrt von Mariaort zur Alten Kapelle unternahm. Als Höhepunkt bezeichnete Meiler die 185. Fußwallfahrt nach Altötting. 4000 Pilger seien in Regensburg aufgebrochen, der Zug sei in den drei Tagen auf über 8000 Gläubige angewachsen. Auch Bischof Rudolf sei zu Beginn und am letzten Tag zwei Etappen mitgepilgert. Meiler bezeichnete ihn als "Pilgerbischof". Ein großartiges Erlebnis sei zudem die Reise mit 170 Pilgern nach Lourdes unter der Leitung von Pfarrer Hannes Lorenz gewesen.

Meiler wies auf die 186. Regensburger Fußwallfahrt vom 21. bis 24. Mai 2015 hin und zeichnete Christian Weiß aus Unterschalkenbach aus. Er nimmt bereits 25 Jahre lang an der Wallfahrt nach Altötting teil.
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