Pfarrer weihen Strecke des Simultankirchen-Radwegs nach Fürnried ein und schwingen sich selbst ...
Per Rad "unaufdringlich Gott begegnen"

"Erleben, erfahren, entdecken - wie Kirche bewegt": Das geht alles auf neuen Radwegen zusammen, die die Simultankirchen in der Region verbinden und vorstellen. Mehrere Rundkurse führen zu Gotteshäusern, die einst beiden Konfessionen zur Verfügung standen und es teils heute noch tun. Es sind spirituelle Einkehrstationen, die zum Verweilen einladen - auch für Radler, die hier ihr Hobby mit einem Stück Glauben und regionaler Geschichte verbinden können. Die Strecke mit der Filialkirche Frankenhof und der Gemeindekirche Fürnried wurde jetzt standesgemäß mit einem Radlertross und einer kleinen Segensfeier eingeweiht.

Start in Frankenhof

Zum Start auf dem neuen Radweg, der von Weigendorf aus im Rundkurs über die Kirchorte Högen, Fürnried und Frankenhof zurück zum Ausgangspunkt führt, hatte sich die Geistlichkeit mit den evangelischen Pfarrern Thomas Schertel (Illschwang) und Andreas Utzat (Fürnried), Dekan Karlhermann Schötz und ihrem katholischen Amtsbruder Roland Klein (Heldmannsberg) sowie Illschwangs 2. Bürgermeister Benjamin Hiltl in Frankenhof eingefunden. Zur Radlerschar aus dem Umkreis stießen auch der 2. Vorsitzende des Fördervereins und für den Bereich Sulzbach-Rosenberg aktive Pfarrer Konrad Schornbaum sowie die örtliche Koordinatorin Gerda Stollner. Eine Andacht mit Fürbitten, Lesung und dem Evangelium vom Senfkorn stimmte auf die Weihe ein.

Orte der Andacht und Stille

Pfarrer Schertel stellte als Besonderheit für den Radweg in Erholung bringender Natur die kirchlichen Stationen als Orte der Andacht und Stille vor. Wenn sie jetzt auch nach seinen Worten bescheiden beginnen, sollen sie wie das Senfkorn wachsen und mit ihren Bildern den Besuchern "unaufdringlich die Begegnung mit Gott erlauben". Zudem lerne man durch den informativen Flyer mit der jeweiligen Kirchengeschichte "den kulturellen Wert schätzen".

Pfarrer Roland Klein segnete symbolisch mit Weihwasser und sprach mit den anderen Geistlichen den Segen für die Nutzer des Radwegs. Wer hierher kommt, wird mit dem Hinweisschild an der Pforte auf das Simultaneum aufmerksam gemacht. Die Radler machten sich auf den welligen Kurs über Hackern, Höfling und Nonnhof nach Fürnried. Thomas Schertel bevorzugte die vierrädrige Fortbewegung mit seinem kleinen Bulldog samt Anhänger und ließ Pfarrer Roland Klein "aufsitzen". Nach und nach trudelten die Teilnehmer in Fürnried auf dem Kirchhof ein. Hier wartete schon Pfarrer Andreas Utzat und schilderte nach einem Rundgang im Altarraum des Gotteshauses dessen Bau- und Simultangeschichte bis zur jetzigen Lage im Miteinander der beiden Konfessionen. Auch hier erfahren das die Besucher anhand des gut aufgemachten Flyers. Zum Abschluss lud der Pfarrer den ganzen Tross zu einer Stärkung in seinen Garten ein.
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