Pfarrgemeinde: Initiative zur Unterstützung von Hans Karl
Ein Arbeitskreis für die gute Sache

Mit geringen Mitteln kann oft schon Großes bewirkt werden. Und deshalb muss die wichtige Arbeit von Hans Karl und seiner Aktion "Für das Leben und die Hoffnung" unterstützt werden, sagt der Pfarrgemeinderat. Als Ansprechpartnerin auf Seiten des neuen Arbeitskreises fungiert Renate Thaller. Ihre erste Amtshandlung: Sie überreichte Karl beim Infoabend den Erlös von 135 Euro aus der Aktion zum Weltmissionssonntag.
Einen Arbeitskreis in der Pfarreiengemeinschaft zur Unterstützung von Hans Karl ins Leben rufen: Diese Idee entstand in einer Sitzung des Pfarrgemeinderats. Um sich ein Bild von dem machen zu können, was die "Aktion für das Leben und die Hoffnung" leistet, fand ein Infoabend in der Alten Schule statt. Und es kamen überraschend viele Interessierte.

Gertraud Hofmann, die Sprecherin des Pfarrgemeinderats, stellte das Vorhaben kurz vor und warb für die gute Sache. Veranschaulicht durch eine Bilderpräsentation spann Hans Karl dann einen Bogen von den Anfängen seiner Initiative in den 1980er Jahren bis hin zu den vielschichtigen Problemen der Gegenwart. Anfangs gingen die Hilfslieferungen nach Polen, wo damals große Not herrschte. Durch den Balkankrieg vor 20 Jahren verlagerte sich der Fokus auf Bosnien, Kroatien, Kosovo, Bulgarien und Rumänien.

Ein Schwerpunkt dabei ist die Unterstützung bedürftiger Familien, etwa der Familie Stiblo in Djakovo. Den Zuhörern ging deren Geschichte unter die Haut. Zu den vielen Schicksalsschlägen (wir berichteten) ist nun ein weiterer dazu gekommen: Die 19-jährige Tochter Mariana hat einen Gehirntumor, der aufgrund seiner Lage nicht operabel ist. "Wenn man von solchen Fällen erfährt oder mit ihnen hautnah konfrontiert wird, dann kann man einfach nicht anders als helfen. Und genau das ist immer wieder Antrieb für mich und meine Leute - bis heute", sagte Hans Karl.

Ein weiterer Anlaufpunkt der Hilfsaktion ist momentan Bosnien-Herzegowina. Angestoßen von der Caritas in Banja Luka wird dort vor allem Familien unter die Arme gegriffen: Beispielsweise wird Saatgut bereit gestellt, werden Nutztiere wie Rinder, Pferde oder Ziegen gekauft, um Hilfe zur Selbsthilfe zu ermöglichen. Den Schulen wird nötiges Material bereitgestellt und den Waisenhäusern unter die Arme gegriffen, damit die Kinder mit dem Nötigsten versorgt werden können - sei es Personal oder einfach nur tägliche Mahlzeiten.

Ein Projekt, das speziell für die Diözese Banja Luka gedacht ist, ist die jährliche Weihnachtspäckchenaktion. Auch heuer werden wieder rund 5000 Pakete aus der nördlichen Oberpfalz zu den Familien dort gebracht - für viele Kinder oft das einzige Weihnachtsgeschenk, das sie bekommen.

Zur Finanzierung der Transporte werde im Vorfeld schon viel getan, betonte Hans Karl. Vor allem helfen hier die regelmäßigen Altpapiersammlungen der Landjugendgruppen. Der Erlös aus dem Verkauf des Papiers sei letztlich mit ausschlaggebend dafür, dass die Hilfslieferungen überhaupt losgeschickt werden könnten, machte der Initiator deutlich. Dafür galt den motivierten jungen Leuten ganz besonderer Dank.

Er kann sich Unterstützung auf vielfältigste Weise durch einen künftigen Arbeitskreis vorstellen. Allen voran sind für das Beladen der 40 Tonner immer wieder starke Hände gefragt, ebenso wie beim Sortieren und Einpacken der Textilien. Auch den Ideen für Benefizveranstaltungen sind keine Grenzen gesetzt. "Hilfe, egal welcher Art, ist immer herzlich willkommen", sagte Hans Karl. Als Ansprechpartnerin beziehungsweise Koordinatorin des neuen Arbeitskreises fungiert Renate Thaller.
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