Pfiffe für die Netzbetreiber
Im Blickpunkt

Beim Protest-Fest in Leupoldsgrün waren auch die Bürgerinitiativen aus Kulmain, dem Steinwald und Speichersdorf vertreten. Bild: bkr
Kulmain/Speichersdorf/Neusorg. (bkr) Die Gleichstromtrasse quer durch Nordbayern mit Monstermasten oder verkabelten Erdleitungen ist lange noch nicht gebaut. Kalter Gegenwind wehte den Netzbetreibern Amprion und 50Hertz beim Protest-Fest in Leupoldsgrün bei Hof entgegen.

Die Bürgerinitiativen, auch aus Kulmain, dem Steinwald und Speichersdorf, kündigten erst ein Ende ihres Widerstands an, wenn ein eindeutiger Nachweis der Erforderlichkeit vorgelegt, die Suche nach Alternativen eröffnet und Energiesparmaßnahmen durchgesetzt werden. Bund-Naturschutz-Vorsitzender Professor Hubert Weiger rechnete Axel Happe (50Hertz) und Peter Barth (Amprion) ein Einsparpotenzial in Bayern von 40 Prozent bei verbesserter Effizienz vor. Einen Energieengpass gebe es auch ohne Atomkraftwerke nicht.

Die Protestierenden warfen den Netzbetreibern einen unsensiblen Umgang mit der Bevölkerung und irreführende Information vor. Das verbriefte Mitspracherecht der Bürger forderte ein Flyer mit Hinweis auf die UN Aarhus-Konvention ein. Die Aussage von Peter Barth: "Die Politik macht das, was die Bürger wünschen", wurde deshalb mit Pfiffen quittiert. Scharf rechneten Professor Dr. Markus Bieswanger und Uwe Raab vom Pegnitzer Fraktionsbündnis gegen die Gleichstrompassage mit den Interessensbetreiber aus Wirtschaft und Politik ab. Die eindeutige Botschaft war: "Der Kampf gegen Monstertrassen geht weiter".
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8669)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.