Pflichten und Entlohnung

Die Gänseweide dauerte jedes Jahr vom 5. Mai bis 10. Oktober. An Werktagen begann sie um 8 Uhr und endete um 17.30 Uhr. An Sonn- und Feiertagen war sie im Vertrag für Ludwig Tertocha auf den Zeitraum von 12.30 bis 17 Uhr beschränkt.

Tertocha durfte im Hirtenhaus, das der Gemeinde gehörte, ohne Entgelt wohnen. Ihm standen die Nutzung des Striegl- und Gammackers sowie der Bärenlohwiese zu. Ebenso durfte er den gemeindeeigenen Teil der Tratt bewirtschaften. Pro Gans mussten ihm die Besitzer bis 1. Juli 50 und ab da 80 Pfennige Hirtenlohn zahlen.

Als Bestatter kassierte Tertocha für ein Erwachsenengrab 25 Mark, für ein Kindergrab 8 Mark. Das Anziehen einer Leiche brachte ihm 5 Mark ein.

Außerdem besorgte der Totengräber das ortsübliche Leicheneinsargen. Er gab die Todesnachricht allen Bekannten und Verwandten in der unmittelbaren Umgebung bekannt. Darüber hinaus bat er sie im Namen der Angehörigen um die Teilnahme an den Beerdigungsfeierlichkeiten. (sef)
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