Pfreimd als zweite Heimat

Kirchenpfleger Karl Hirmer, Pfarrgemeinderatssprecher Klaus Summer (von links) und seine Stellvertreterin Brigitte Lösch übergaben Dr. Xavier Parambi ein Abschiedsgeschenk.

"Als Fremder kam ich, und als ein Pfreimder verlasse ich diese Stadt". So brachte es Pater Dr. Xavier Parambi auf den Nenner, als es nun galt, Abschied zu nehmen.

Pfreimd. (hm) Der Geistliche tat dies am Ende der Vorabendmesse, die unter dem Zeichen der Verabschiedung nach elfeinhalb Jahren Tätigkeit als Pfarrer in Pfreimd stand. "Rückblickend mit Dankbarkeit, neugierig, aufgeregt und motiviert über die neuen Herausforderungen"- so skizzierte Dr. Parambi seine neue Situation. Über elf Jahre seien vergangen - angefüllt mit Freude, Festen, Gebeten und Gottes Segen, eingebunden in intensive Arbeit.

Gelebte Ökumene

"Es war für mich eine gute und gesegnete Zeit, in der Pfreimd meine zweite Heimat geworden ist." Der scheidende Stadtpfarrer hob besonders die harmonische Zusammenarbeit zwischen Stadt und Pfarrei hervor. Von allen drei Bürgermeistern - Albert Maier, Arnold Kimmerl und Richard Tischler - habe er beste Unterstützung bekommen. Die Pfarrei zeichne sich durch gelebte Ökumene aus. In seinen umfassenden Dank band er seine Mitbrüder im priesterlichen Dienst, besonders Pater Thomas und die Ruhestandsgeistlichen, Pastoralreferent Christian Irlbacher, Pfarrsekretärin Betty Pirtsch, PGR-Sprecher Klaus Summer, die Kirchenpfleger Karl Hirmer und Jakob Mutzbauer, Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung ein. Er würdigte die Unterstützung der kirchlichen und weltlichen Vereine, die Hilfe des Mesnerteams, der Familie Most und Josef Lautenschlager, das Engagement von Resi Most für den Kirchenschmuck, Anna Wellner, die Ministranten, Organisten, alle haupt- und ehrenamtliche Helfer, die Lektoren sowie alle Kommunionhelfer.

Zuvor war es PGR-Sprecher Klaus Summer, der den Dank der Pfarrgemeinde in Worte fasste. "Es ist in dieser Zeit viel geschehen, Vieles hat sich geändert, Vieles ist neu entwickelt worden. Viel Bewährtes ist aber auch ganz bewusst erhalten oder gar wieder eingeführt worden." Summer sagte Danke für die vielen Gespräche mit kranken Gemeindemitgliedern, mit Brautpaaren, Eltern, Kindern, Jugendlichen und Hinterbliebenen, für die Ideen und Impulse und für das Bewusstmachen der Aktualität des Evangeliums. Summer würdigte auch das Vertrauen in Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung. Für die neuen Aufgaben in Regensburg wünschte er Pater Xavier viel Glück und Freude.

Das Wirken des scheidenden Stadtpfarrers im Dienst der Gemeinde würdigte Bürgermeister Richard Tischler. Er hob die vielen Anstöße, die gute Zusammenarbeit und das stets offene Ohr hervor. "Es gab immer wieder Berührungspunkte zwischen Rathaus und Pfarrhaus. Sichtbare Zeichen hierfür seien der Kindergarten unter kirchlicher Trägerschaft, das Bündnis gegen Rechts, der Arbeitskreis "Asyl" und viele weitere gemeinsame Projekte.

In Freundschaft

Für das gute und freundschaftliche Miteinander sagte Tischler ein herzliches "Vergelt's Gott". Im Namen aller Bürger der Stadt dankte der Bürgermeister für alles, was Pater Xavier in der Gemeinde bewirkt und gearbeitet habe, für das persönliche Engagement und seine Wegbegleitung der Gemeindemitglieder in so vielen unterschiedlichen Lebenssituationen. Zur Erinnerung übergab Tischler ein Luftbild der Stadt und bat den scheidenden Stadtpfarrer um seinen Eintrag in das Ehrenbuch der Stadt Pfreimd. Stellvertretender Landrat Arnold Kimmerl erinnerte an die Verantwortung, die Pater Xavier als Vertreter der Ordensgeistlichen in der Diözese übernommen habe. Pfreimd habe sich zum "Ausbildungszentrum" für junge Priester aus Indien entwickelt.

Die besten Wünsche der evangelischen Kirchengemeinde überbrachte Pfarrer Werner Herrmann in Vertretung von Pfarrerin Irene Friedrich, wobei er die vielen gemeinsamen Aktionen im Sinne gelebter Ökumene hervorhob.

Schließlich kamen auch noch die Vorsitzenden der kirchlichen Vereine - Waltraud Gebhard für den Katholischen Frauenbund, Alfred Hammer für die Kolpingsfamilie und Alois Kleierl für die Marianische Männerkongregation zu Wort. Den Dank der Ministranten übermittelte am Ende Pastoralreferent Christian Irlbacher.
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