Pilzköpfe im Altarraum

Nein das sind nicht die Beatles. Aber die Wirtschaftsschülerinnen übersetzten "Let it be" für die Senioren ins Deutsche. Bild: rn

Die Beatles als musikalischer Part eines Gottesdienstes. Für die Bewohner des BRK-Seniorenheims zuerst ungewöhnlich, doch die Wirtschaftsschüler durchbrachen das Eis schnell. Und erhielten Anregungen zum Nachdenken.

Religionsstunde im BRK-Seniorenheim. Diese etwas andere Art von Unterricht vermittelten Wirtschaftsschüler den Bewohnern des Seniorenheimes. Die Idee dazu wurde im Pfarrgemeinderat geboren, Sprecherin Brigitte Metzner setzte sie mit Religionslehrerin Veronika Stollner in die Tat um. Als Altar-Ersatz diente ein Bild, das Maria mit drei Händen zeigt.

Für die Senioren überraschend begann die Andacht mit dem Lied "Let it be" der Beatles. Eine Schülerin trug zum besseren Verständnis die deutsche Version vor. Nach der Lesung folgte eine Beschreibung des aus dem achten Jahrhundert stammenden Ikonenbildes. Es zeigt Maria, die das Kind auf dem rechten Arm trägt. Der linke Arm unterstützt sie dabei. Und dann ist immer noch eine Hand frei. "Wir Menschen sind zu schnell ausgelaugt. Maria dagegen hat immer noch eine Hand frei. Wir dürfen ihre Hand ergreifen und unsere Hand in ihre Hände legen."

Die Fürbitten der Schüler galten den Bedrückten, Trauernden, Kranken und Sterbenden. Gebete und Lieder der Andacht waren den Senioren vertraut. Das Segensgebet sprach Veronika Stollner: "Der unbegreifliche Gott erfülle unser Leben mit seiner Kraft, dass wir entbehren können, ohne hart zu werden, dass wir leiden können, ohne zu zerbrechen, dass wir Niederlagen hinnehmen können, ohne uns zu verachten." Zum Zusammenführen von Jung und Alt gehörte ein Rundgang. Er bewegte die Schüler und regte zum Nachdenken an.
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