Plädoyer für Dorffeuerwehren

Pfarrer Sven Grillmeier segnete im Beisein vieler Gäste das neue Löschfahrzeug der Walbenreuther Feuerwehr. Bild: kro

115 Jahre Feuerwehr Walbenreuth: Aber nicht nur das Jubiläum sorgte am Wochenende für Feststimmung. Denn es galt auch die Segnung des neuen (gebrauchten) Löschfahrzeugs zu feiern.

Auf einen Festgottesdienst, den der gebürtige Waldershofer Pfarrer Sven Grillmeier zelebrierte (weiterer Bericht auf dieser Seite), folgten Festakt und Segnung des Löschfahrzeugs. 665 Arbeitsstunden hatten Mitglieder geleistet, um das Fahrzeug in einen praktisch neuwertigen Zustand zu versetzen. Feuerwehr-Vorsitzender Reinhard Bayer freute sich über viele Gäste, vor allem aus den Nachbarfeuerwehren, sowie Führungsdienstgrade mit Kreisbrandinspektor Andreas Wührl an der Spitze. Das Fahrzeug, so Bayer, wurde für 4500 Euro von der Feuerwehr Kastl gekauft und dann in Eigenregie saniert. Die Kosten dafür summierten sich auf weitere 3200 Euro. Zudem wurde das Fahrzeug für 8300 Euro aufgerüstet, so dass insgesamt Kosten von rund 16 000 Euro entstanden. Die Hälfte davon übernahm die Stadt Waldershof. Kommandant Patrick Bayer informierte über technische Details des Löschfahrzeugs.

Tolle Leistungsbilanz

Die Glückwünsche des Landkreises zum Vereinsjubiläum und zum neuen Löschfahrzeug übermittelte Landratsstellvertreter Günter Kopp. 115 Jahre im Dienste der Menschen, eine tolle Leistungsbilanz und Präsenz. Zu machen sei dies nur mit Tatkraft und Zusammenhalt. Die Feuerwehr leiste nicht nur Einsätze, sie engagiere sich auch im gesellschaftlichen Leben und betreibe eine aktive Jugendarbeit. Dafür gelte es Dank zu sagen, so Kopp. Als Geburtstagsgeschenk hatte er eine Spende von 300 Euro aus dem Sparkassenfonds mitgebracht. Waldershofs zweiter Bürgermeister Karl Busch fand ebenfalls nur lobende Worte für die Jubelwehr und deren fleißige Wehrmänner und -frauen. Busch: "Sie opfern sehr viel Freizeit, um für den Dienst an der Allgemeinheit gerüstet zu sein. Dafür ein herzliches Vergelt's Gott." Jüngstes Beispiel sei die Sanierung des Löschfahrzeugs, das nun fast neuwertigen Zustand habe. Busch zur Einsatzbereitschaft: "Egal wo es brennt, egal wo Hilfe gebraucht wird, egal zu welcher Uhrzeit, ihr seid einfach immer da." Feuerwehren, vor allem in kleinen Ortschaften, seien eine tragende Kraft, ein Bindeglied zwischen den Bewohnern. Zudem lobte der zweite Bürgermeister die harmonische Zusammenarbeit mit der Wehr und versicherte: "Die Stadt wird stets ein offenes Ohr für eure Belange haben."

Die Grüße und Glückwünsche der Führungsdienstgrade des Landkreises überbrachte Kreisbrandinspektor Andreas Wührl. Er zeigte sich überzeugt, dass die Walbenreuther Wehr nun auch technisch auf einem sehr hohen Level agiere.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.