Plakette für Forscherdrang

Deutschland gehen die Fachkräfte aus, und auch die Wissenschaftler. Doch Nachwuchs ist in Sicht. In Immenreuth gibt es nun ein ganzes Haus voller kleiner Forscher.

Immenreuth. (bkr) Das Kinderhaus Herz Jesu ist im Landkreis die dritte Vorschuleinrichtung, die das Zertifikat "Haus der kleinen Forscher" erhalten hat. Seit zwei Jahren heißt es dort "Forschen macht Spaß". Leiterin Martina Daubner und ihr Team haben sich dafür in Bayreuth angemeldet, sich schulen lassen und Anregungen mitgebracht.

Wichtig sei, den Mädchen und Buben etwas zuzutrauen und sie selbst Neues bei der Beschäftigung mit Wasser, Luft, Wind, Licht, Strom, Magnetismus, Farben oder Wärme entdecken zu lassen, erklärte Daubner bei der Übergabe der Urkunde. Selbstständiges experimentieren begeistere Kinder bis zum sechsten Lebensjahren für naturwissenschaftliche Zusammenhänge.

"Wir sind stolz, das Zertifikat erhalten zu haben", betonte Martina Daubner vor ihren Gästen. Hierzu zählte Gemeinde-Verwaltungsleiter der Wolfgang Kilgert, Emil Slany vom Landratsamt, Rektorin Gudrun Lehner von der Grundschule, Regine Schreyer von der Kirchenverwaltung und Elternbeiratsvorsitzende Monika Heindl. Für die Besucher hatten die Forscherkinder mehrere Singspiele eingeprobt.

Aufwertung für Hort

Das Engagement des Personals lobte Regine Schreyer. Das Forschen stärke das Selbstbewusstsein der Kleinen und mache fit für die Schule und das Leben. Der Kindergarten habe ausgezeichnete Arbeit geleistet. Die Auszeichnung werte den Hort weiter auf und beweise, dass im Kindergarten nicht nur alltägliche Arbeit geleistet werde, hob Wolfgang Kilgert hervor. Monika Heindl wünscht sich, dass die Kinder ein Leben lang forschen und vielleicht einmal ein Nobelpreisträger aus ihren Reihen kommt. Im Namen von Landrat Wolfgang Lippert gratulierte Emil Slany. Er entdeckte in jedem Kind einen fleißigen Forscher.

"Ihr wart wahnsinnig fleißig", attestierte Eva Rundholz von der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" den Kindern. Sie kam nicht mit leeren Händen, hatte einen Forscherkoffer und eine Sanduhr mitgebracht, damit die Kinder die Zeit nicht vergessen, die beim Entdecken neuer Dinge sehr schnell verfliege.

Ramona Pöllath, Leiterin der gruppenübergreifenden Jungforscher, gab einen Einblick in die Arbeit der verschiedenen Gruppen. Eifrig demonstrierten die Mädchen und Buben, wie sie den Dingen auf den Grund gehen.
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