Planung und Vorbereitung für den Zug seit Juli letzten Jahres
Schnapszahl und ein Mega-Zug

Mit Großveranstaltungen hat Sulzbach-Rosenberg durchaus Erfahrungen. Am 15. Februar 2004 war der Ostbayerische Faschingszug letztmalig Gast in der Herzogstadt. Solche Menschenmassen werden auch heuer wieder zu dieser Mega-Veranstaltung erwartet. Archivbild: Huber

Konfetti, Bonbon-Regen und "Helau": Der große Ostbayerische Faschingszug schlängelt sich am 1. Februar durch die Herzogstadt - ein Geschenk an die "Knappnesia" zu ihrem 55. Geburtstag. Die Organisatoren haben gut zu tun, trotzdem aber noch Zeit für ein kurzes SRZ-Gespräch.

Im Interview erklären FGK-Präsident Christian Kellner und Vize Tanja Richthammer ihre Hauptaufgaben in der neuen Session. Nach 2004 gibt sich nun wieder einmal der Ostbayerische Faschingszug in der Herzogstadt die Ehre. Neben diesem "Großkampftag" müssen die Narren auch ihr normales Faschingsprogramm bewältigen - die Rede ist hier von 41 Auftritten, Besuchen und Aktionstagen.

SRZ: Frau Richthammer, Sie entlasten Ihren Präsidenten, indem Sie den "Ostbayerischen" organisieren?

Tanja Richthammer: Naja, nicht ganz. Unser Präsident ist schon vielfältig mit eingebunden, die direkte Koordination haben wir uns aber in einem Dreierteam aus Michael Gradl, Georg Makitta und meiner Wenigkeit geteilt.

Dabei wird es wieder ganz schön zur Sache gehen. Wie viele Gruppen haben sich zum närrischen Spektakel schon angemeldet?

Bis jetzt liegen uns Anmeldungen von 22 Faschingsvereinen, zehn Kapellen und 22 "normalen" Vereinen vor. Das ist sicher noch nicht das Ende der Fahnenstange.

Wie darf man sich die Organisation im Detail vorstellen?

Christian Kellner: Da gibt es natürlich jede Menge zu tun. Bereits im Juli war erstes Planungstreffen, ab September begann dann die Feinarbeit. Dazu zählen Routenplanung, Absprachen mit Stadtverwaltung, Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten sowie Aufgabeneinteilung, Blockeinteiler für die Gruppen oder die berühmten "Sammelwastl", die mit ihren Säckchen beim Publikum um einen kleinen Obolus bitten.

Was können Sie uns zu Startzeit, Dauer und Routenführung sagen?

Richthammer: Gestartet wird der Ostbayerische Faschingszug um 14 Uhr erstmalig in Rosenberg ab dem Feuerwehrhaus, wo auch die Aufstellung der Gruppen über die Bühne geht. Von dort führt die Route zum Kirwaplatz, wo Ehrensenator Sepp Lösch die Moderation übernimmt. Über die Haupt- und Sulzbacher Straße geht es beim Eislaufplatz auf die Rosenberger Straße. dann hinauf in die Sulzbacher Altstadt. Passiert werden auch Rathaus und Luitpoldplatz. Über den Pamlerberg hinab löst sich der Zug dann auf.

Sicher hat die Knappnesia an diesem 1. Februar noch mehr geplant?

Kellner: Natürlich. Bereits um 10 Uhr steigt im Rathaus der große Empfang für alle beteiligten Prinzenpaare und Regenten. Dabei wird Präsident Hans Frischholz die Orden des Landesverbandes überreichen. Und nach dem Zug so gegen 16.30 Uhr läuft rund um den Löwenbrunnen eine richtig fetzige Faschingsparty mit Musik von DJane Hot alias Martina Heiß.

Woher kommen die beteiligten Gruppen, mit wie vielen Schaulustigen rechnen Sie?

Kellner: Wir freuen uns wieder über Tausende vom Fasching begeisterte Teilnehmer aus der Oberpfalz und Niederbayern, zudem über internationale Gäste. Viele Vereine aus der Stadt, dem Landkreis und den benachbarten Landkreisen Schwandorf und Neumarkt haben ihre Teilnahme angekündigt. Auch "D'Wefzga Guggenmusik" aus Bietigheim ist mit von der Partie. Die Zuschauerzahl dürfte bei gutem Wetter die 20 000er-Marke sicher erreichen, wenn nicht sogar überspringen.

Haben Sie auch für den Bonbon-Regen vorgesorgt?

Richthammer: Sicher, wir halten für alle Gruppen etliche Zentner Wurfmaterial wie Gummibärchen, Bonbons, Popcorn oder kleine Geschenke vor. Die Zuschauer sollen bei dem Großereignis ja auch etwas abbekommen!
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