Platz für 750 Kerzen

Eine prächtige Fichte stellten die starken Helfer in der Heiliggeist-Kirche auf. Das Schmücken wird auch keine einfache Angelegenheit. Bild: mlb

Kraft und Fingerspitzengefühl waren gefragt, als starke Helfer einen riesigen Christbaum in die Heiliggeist-Kirche brachten. 8,70 Meter ist er hoch.

"Auf!" Laut und bestimmt schallt Ferdinand Schönbergers Kommando durch den Innenraum des Gotteshauses. Dank der jahrelangen Erfahrung des Neuhauser Mesners, vieler helfender Hände und eines ausgeklügelten Systems dauerte es auch in diesem Jahr nicht lange, bis der monumentale Christbaum in der Heiliggeist-Kirche an seinem angestammten Platz stand.

Gespendet wurde der 8,70 Meter hohe Baum von Peter Radecker, aus dessen Schrebergarten bei der Oberbaumühle er von Christian Käß mittels Rückewagen abgeholt wurde. Dabei war natürlich ebenso wie beim händischen Transport ins Gotteshaus mit Hilfe von Tragestangen Fingerspitzengefühl gefragt, galt es doch Baum und Äste unversehrt zu belassen.

Liegend stemmen

In der Kirche selbst erwartete die zahlreichen Helfer weiterer logistischer Aufwand. So hieß es Bänke mit Brettern und Teppichflicken abdecken, Lampen versetzen oder abhängen, Kerzenleuchter und Ambo aus dem Weg räumen sowie den Altar und die Betonsäulen mit dicken Decken vor Beschädigung zu schützen. Danach stemmten die starken Männer die riesige Fichte liegend über Bankreihen und Altar nach vorne. Ein Flaschenzug auf dem Kirchendachboden unterstützte das manuelle Aufrichten des Baumes, der schließlich mit Hilfe einer großen Eisenschelle an der Kirchenmauer verankert wurde. In den kommenden Tagen kümmert sich nun die Mesnerfamilie Schönberger um das Schmücken des Prachtkerls, damit er pünktlich zum Weihnachtsfest von den Kirchenbesuchern bestaunt werden kann. Über 750 Kerzen, 300 Kugeln und jede Menge Strohsterne stehen zur Verfügung.

Glänzender Schmuck

Darüber hinaus erhalten die von Ferdinand Windschiegl gespendeten Christbäume in der Werktagskapelle und in der Agathakirche ihren glänzenden Festtagsschmuck. Zudem gibt es sowohl in der Heiliggeist- als auch in der Agathakirche wie jedes Jahr eine aufwendige Landschaftskrippe zu bewundern. Ab der Kinderkrippenfeier am Heiligen Abend um 16 Uhr erhält die Bevölkerung bis Lichtmess, Anfang Februar, die Möglichkeit, sich selbst ein Bild zu machen.
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